https://www.top-zusteller.de/
https://www.top-zusteller.de/
Illegale Absprachen getroffen
Illegale Absprachen getroffen
05.04.2019 - 17:00 Uhr
Brüssel (dpa) - Die Autokonzerne BMW, Daimler und VW haben nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbshüter illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Dies teilte die EU-Kommission in Brüssel. Die Unternehmen können nun zu den Vorwürfen noch Stellung nehmen. Ihnen droht eine Strafe in Milliardenhöhe.

Nach den Vorwürfen kündigte Volkswagen die Prüfung der Beschwerde an. Erst nach Auswertung der Untersuchungsakte werde man sich äußern, teilte der Konzern mit.

Daimler sieht sich als Kronzeuge

Daimler erwartet trotz Vorwürfen der EU-Kommission keine Bußgeldzahlungen. "Daimler hat frühzeitig und umfassend mit der Europäischen Kommission als Kronzeuge kooperiert und erwartet in dieser Sache deshalb kein Bußgeld", teilte der Autobauer mit.

Innovationswettbewerb eingeschränkt

Im Einzelnen sollen sich die Autobauer bei der Einführung von SCR-Katalysatoren für Dieselmotoren und von Feinstaub-Partikelfiltern für Benzinmotoren (OPF) unerlaubterweise abgesprochen haben. Diese Absprachen seien bei Treffen der Automobilhersteller in den sogenannten 5er-Kreisen getroffen worden.

Die Unternehmen hätten den Innovationswettbewerb in Europa bei diesen beiden Abgasreinigungssystemen eingeschränkt und den Verbrauchern somit die Möglichkeit verwehrt, umweltfreundlichere Fahrzeuge zu kaufen - obwohl sie über die entsprechende Technologie verfügten, teilten die Wettbewerbshüter weiter mit.

Verstoß gegen europäisches Kartellrecht

Sollte sich der Verdacht endgültig bestätigen, wäre es ein Verstoß gegen europäisches Kartellrecht - auch wenn es sich nicht um Preisabsprachen handele.

Mögliche Verstöße gegen Umweltvorschriften seien nicht Teil des Verfahrens, hieß es weiter. Die Ermittlungen seien zudem unabhängig von laufenden Untersuchungen etwa von Staatsanwaltschaften zur Verwendung unzulässiger Abschalteinrichtungen der Autohersteller.

Kronzeuge kann auf Straferlass hoffen

Sowohl Daimler als auch Volkswagen hatten nach Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Jahr den Antrag auf Kronzeugenregelung gestellt. Der Kronzeuge in Kartellverfahren kann auf den größten Straferlass oder gar Straffreiheit hoffen. Im äußersten Fall können hingegen bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes fällig werden.

Foto: dpa

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Gaggenau / Rastatt
Geldstrafe gegen uneinsichtigen Rentner

04.04.2019
Geldstrafe gegen Rentner
Gaggenau/Rastatt (mo) - Wegen Nachstellung (Stalking) in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung verhängte das Amtsgericht Rastatt gegen einen bisher unbescholtenen 68-jährigen Gaggenauer eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen à 50 Euro, also 750 Euro (Foto: dpa). »-Mehr
Mannheim
PFC: Vogel muss zahlen

03.04.2019
PFC: Vogel muss zahlen
Mannheim (ml) - Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat in Sachen PFC eine Berufung gegen zwei Urteile des Verwaltungsgerichts Karlsruhe abgelehnt. Damit muss der Kompostunternehmer Franz Vogel die Kosten für Boden- und Wasserproben tragen (Foto: wiwa/av). »-Mehr
Karlsruhe
Hat Rehm Schwartz angemacht?

01.04.2019
Schwartz angemacht?
Karlsruhe (red) - Auch einen Tag nach der Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden ist beim Karlsruher SC die Empörung über eine mutmaßliche Entgleisung des Wiesbadener Trainers groß. Er soll KSC-Trainer Alois Schwartz (dpa-Foto) geraten haben, "die Fresse zu halten". »-Mehr
Heidelberg
Tierversuche: Weitere Ermittlungen

31.03.2019
Tierversuche: Weitere Ermittlungen
Heidelberg (lsw) - Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat ihre Ermittlungen gegen Wissenschaftler wegen möglicherweise illegaler Tierversuche am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) ausgedehnt. Inzwischen liegen drei Anzeigen vor (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Gernsbach
Kleine Eheverbrechen versprechen Erkenntnisgewinn

25.03.2019
Eheverbrechen als Erkenntnisgewinn
Gernsbach (ham) - Die Premiere von "Kleine Eheverbrechen" im Theater Alte Turnhalle in Hilpertsau hielt was der Titel der schwarzen Komödie von Eric-Emmanuel Schmitt verspricht. In dem unterhaltsamen Duell der Geschlechter stehen sich Gilles und Lisa gegenüber (Foto: Metz). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Die Abendbrot-Kultur ist in Deutschland laut einer Studie von hoher Bedeutung. Rund 78 Prozent nehmen regelmäßig ein Abendbrot mit kalter Küche zu sich. Sie auch?

Ja, regelmäßig.
Ich esse am Abend meistems warme Speisen.
Ich esse nur selten zu Abend.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz