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Karlsruhe auf Platz eins
Karlsruhe auf Platz eins
09.04.2019 - 14:06 Uhr
Karlsruhe (dpa/red) - Karlsruhe ist die fahrradfreundlichste deutsche Stadt in der Kategorie 200.000 bis 500.000 Einwohner. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten "Fahrradklima-Test" des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor. Die Fächerstadt verdrängte damit Münster von dem Spitzenplatz.

Für das Stimmungsbarometer wurde zum Beispiel gefragt, ob Radfahren Spaß macht oder eher Stress bedeutet und wie sicher sich Radler fühlen. Viele Trends wertet der ADFC als ernüchternd. So gehe die Zufriedenheit beim Radfahren zurück: Mit der Schulnote 3,9 war der Wert schlechter als in den Jahren 2014 (3,7) und 2016 (3,8). Das Sicherheitsgefühl fiel auf die Note 4,2 zurück. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 3,9. Selbst die Sieger unter den Großstädten erhielten von Radfahrern keine besseren Gesamtnoten als eine Drei.

"Deutschland braucht gute und breite Radwege"

"Bei uns klingeln die Alarmglocken, wenn wir sehen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer sich nicht sicher fühlen", sagte ADFC-Bundesvorständin Rebecca Peters. Deutschland brauche gute und breite Radwege, die getrennt von stark befahrenen Straßen verliefen. Es gibt aber auch Kommunen, in denen Radfahrer gute Noten vergeben - vor allem in kleineren Städten. Bocholt und Reken, beide im Münsterland, sowie Baunatal in Hessen belegten die Spitzenplätze in ihren Einwohnerkategorien. Einen Sonderpreis als familienfreundlichste Fahrradstadt erhielt Wettringen im Münsterland.

Rund 170.000 Rückmeldungen

Von September bis November 2018 erhielt der ADFC für seinen Test Rückmeldungen von rund 170.000 Radfahrern aus ganz Deutschland. Das war eine neue Rekordbeteiligung nach rund 120.000 Antworten bei der vergangenen Umfrage im Jahr 2016. Der "Fahrradklima-Test" ist nicht repräsentativ, gilt aber als Stimmungsbarometer.

Bei den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern siegte Bremen (Note 3,55) vor Hannover (3,77) und Leipzig (3,85).

Freiburg auf Rang drei

In der Kategorie der Städte mit 200.000 bis 500.000 Einwohnern setzte sich Karlsruhe (Note 3,15) vor Münster (3,25) und Freiburg (3,42) durch.

Bei den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern hatte Göttingen (Note 3,35) die Nase vorn, es folgen Erlangen (3,39) und Oldenburg (3,54).

In der Gruppe der Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern siegte Bocholt (Note 2,39) vor Nordhorn (2,62) und Konstanz (3,10).

Kommunen in der Region

Kommunen in der Region schnitten unterschiedlich ab. Baden-Baden kam in der Kategorie 50.000 bis 100.000 Einwohner bundesweit auf Rang 50 (bei insgesamt 106 Plätzen). Landesweit belegte die Kurstadt Platz acht.

In der Gruppe der Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern kam Bühl bundesweit auf Platz 37 (bei insgesamt 311 Plätzen), Gaggenau belegte Rang 99 und Rastatt Platz 153. Bezogen auf Baden-Württemberg kam Bühl auf Rang sechs, Gaggenau auf Rang 18 und Rastatt auf Rang 30.

Bei den Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern belegt Sinzheim bundesweit Platz 43 (von insgesamt 186 Plätzen), Gernsbach Platz 158. Auf Landesebene bedeutet das für Sinzheim Rang zwölf und für Gernsbach Rang 30.

Symbolfoto: av

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