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Hasenpest in Karlsruhe
Hasenpest in Karlsruhe
12.04.2019 - 19:20 Uhr
Karlsruhe (red) - Nachdem 2018 in Karlsruhe die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen werden konnte, gibt das Ordnungs- und Bürgeramt nun erneut einen Fund bekannt: Der Krankheitserreger, das Bakterium Francisella tularensis, wurde bei einem im Hardtwald verendet aufgefundenen Feldhasen festgestellt.

Es handelt sich bislang um ein einzelnes Tier und keine vermehrten Todesfälle innerhalb der Feldhasen- und Wildkaninchenpopulationen, die auf die Tularämie zurückzuführen sind, informierte die Stadtverwaltung am Freitag.

Auch Menschen gefährdet

Obwohl es sich bei der Tularämie vorrangig um eine Erkrankung bei wild lebenden Kleinnagern handelt, können auch Menschen erkranken, die mit infizierten Tieren direkten Kontakt hatten. Anzeichen einer möglichen Infektion beim Menschen sind grippeähnliche Beschwerden. Ist ein Arztbesuch notwendig, sollte dieser darüber informiert werden, wenn innerhalb von 14 Tagen vor Krankheitsbeginn Kontakt mit einem verendeten Wildtier bestand.

Fehlendes Fluchtverhalten: Tiere nicht berühren

Die Stadtverwaltung rät, tote oder erkrankte Tiere (Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen), die ein mangelndes oder sogar fehlendes Fluchtverhalten zeigen, auf keinen Fall zu berühren.

Hunde und Katzen weitgehend resistent

Die Gefahr für Hunde, die Kontakt mit einem infizierten Kadaver hatten, ist gering, da diese, ebenso wie Hauskatzen, gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein scheinen.

Hunde nicht ohne Aufsicht in Wald lassen

In seltenen Fällen kommt es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Gelbsucht, Nasenausfluss, Husten sowie Haut- und Schleimhautgeschwüren. Die Veterinäre des Ordnungs- und Bürgeramtes raten Hundehaltern dennoch, ihre Tiere im Wald nicht ohne Aufsicht zu lassen und Kontakte mit toten Wildtieren zu verhindern. Ein weiteres Infektionsrisiko können mit dem Krankheitserreger verunreinigte Pfützen darstellen. Ausreichender Zeckenschutz bei Hunden und Katzen kann dazu beitragen, eine Infektionskette zu unterbinden.

Symbolfoto: dpa

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