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Vier Fragen an: Jürgen Bäuerle
14.04.2019 - 12:05 Uhr
Rastatt - Der 30. April wird für die rund 1.200 Mitarbeiter des Landkreises Rastatt und ihren Chef kein Dienstag wie jeder andere werden. Es wird der letzte Arbeitstag von Landrat Jürgen Bäuerle (65) sein, der nach knapp 14 Jahren sein Büro im Landratsamt räumt, um in den Ruhestand zu gehen. Bäuerle begann seine berufliche Laufbahn 1975 bei der Badischen Gebäudeversicherungsanstalt, wechselte 1985 zum Landesrechnungshof und war von 1992 bis 2005 Bürgermeister von Bühlertal und seit Juli 2005 Landrat des Kreises Rastatt. Der gebürtige Bühlertäler ist verheiratet, hat zwei Söhne - und liebt Radsport, Fußball sowie das Schlagzeugspielen mit der Band "Silver Boys". BT-Redakteur Markus Langer hatte vier Fragen an ihn.

BT: Herr Bäuerle, auch wenn man kaum glauben kann, dass Sie in wenigen Tagen Ihren 65. Geburtstag feiern: Sie gehören zu den Urgesteinen in der mittelbadischen Kommunalpolitik. Rund 13 Jahre waren Sie Bürgermeister, fast 14 Jahre Landrat. Was hat mehr Spaß gemacht?

Jürgen Bäuerle: Beide Ämter haben mir sehr viel Freude bereitet. Natürlich sind die Aufgabenstellungen unterschiedlich. Als Bürgermeister ist man näher am unmittelbaren Geschehen in der Gemeinde und auch näher an der Bevölkerung. Die Aufgabe als Landrat hat natürlich eine andere Dimension, sei es die Größe der Verwaltung und des Zuständigkeitsbereiches oder auch die Aufgabenvielfalt und das jährliche Haushaltsvolumen.

BT: Gibt es etwas, auf das Sie als Landrat besonders gerne zurückblicken und vielleicht auch etwas, das Sie gerne noch vollendet hätten?

Bäuerle: Insgesamt blicke ich sehr gerne auf mein kommunalpolitisches Leben zurück. Natürlich denke ich gerne an meine Wahlergebnisse als Bürgermeister und Landrat. Aber auch die Zusammenarbeit mit den politischen Gremien und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war immer sehr konstruktiv, an der Sache orientiert und auch sehr vertrauensvoll und verlässlich. Gerne wäre ich bei der künftigen Außenstelle in der Lyzeumstraße schneller vorangekommen. Hier bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass wir noch während meiner Amtszeit mit den Bauarbeiten beginnen können.

BT: Werden Sie etwas vermissen?

Bäuerle: Natürlich werde ich das Landratsamt, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Arbeit mit den Gremien unseres Kreistages vermissen, das ist keine Frage.

BT: Was haben Sie am ersten Tag Ihres Ruhestandes - und danach - vor ?

Bäuerle: Der erste Tag im Ruhestand ist der 1. Mai, also der Tag der Arbeit. Dort werde ich zusammen mit meiner Frau das Maifest unserer Altherrenmannschaft besuchen und möglicherweise ein bisschen länger bleiben als dies in der Vergangenheit der Fall war. Ja und dann werde ich am Donnerstag in aller Ruhe die Zeitung lesen und schauen, wie sich die Tage so ohne Landratsamt entwickeln.

Vier Fragen an:

"Vier Fragen an:" ist eine Reihe der BT-Onlineredaktion. Die vier Fragen richten sich an Menschen, die gerade im Fokus stehen, etwas Interessantes erlebt oder zu erzählen haben oder aufgrund ihrer Tätigkeit interessant sind. Die Beiträge der Reihe werden sonntags um 8 Uhr auf der Homepage des Badischen Tagblatts veröffentlicht.

Fotos: Landratsamt

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