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Ein Hirn und eine Seele
Ein Hirn und eine Seele
20.04.2019 - 08:02 Uhr
Köln (dpa) - In Köln ermitteln nicht nur Schenk und Ballauf vom "Tatort". Die Stadt ist seit 2008 auch das Revier des ZDF-Duos Marie Brand und Jürgen Simmel. Am heutigen Samstag steht die 25. Folge an. Die beiden lieben und necken sich. Auch in Wirklichkeit.

Wie ging das eigentlich damals los mit "Marie Brand"? Also, das weiß ihre Darstellerin Mariele Millowitsch (63) noch ganz genau. "Die Ursprungsidee war, eine Kölner Kommissarin ins Leben zu rufen mit mir in der Hauptrolle. Und dann wurde relativ schnell gecastet, und dann kamst du dazu."

"Frau Brand war zuerst"

Mit "du" ist Hinnerk Schönemann (44) gemeint, ihr treuer Kompagnon in der Rolle von Kommissar Jürgen Simmel. Der legt nun allerdings die Stirn in Falten. "Mir wurde was anderes erzählt." - "Dass du zuerst gecastet wurdest? Nein, in dem Fall muss ich dich leider enttäuschen: Frau Brand war zuerst." - "Ich lass das so, ich sag da nichts zu."

Die beiden Schauspielerkollegen führen mitunter kleine Wortgefechte wie die beiden Ermittler aus der ZDF-Serie. Schon seit 2008 läuft die Reihe, und am heutigen Samstag lösen die beiden um 20.15 Uhr ihren 25. Fall. In "Marie Brand und das Spiel mit dem Glück" untersuchen sie den Tod eines Spielautomaten-Betreibers.

"Jetzt ist es richtig"

"Am Anfang haben wir ja noch sehr gekämpft", erinnert sich Millowitsch. "Beide. Bis zur dritten, vierten Folge haben wir noch rumgeschnüffelt an den Figuren. Jetzt ist es richtig: Ich bin das Brain und er ist... warum lachst du?" Der von Schönemann verkörperte Simmel ist eher nicht so das Hirn, doch dafür eine gute Seele. "Er ist kein gerissener Mensch", sagt Millowitsch. Protest von der Seite: "Entschuldige mal bitte... Natürlich bin ich das!" - "Nein, gerissen ist jemand, der immer kalkuliert. Das tust du nicht." Sie hat dabei unwillkürlich seine Hand ergriffen.

"Damals warst du noch ein Bubi"

2007 haben sie den ersten Film gedreht, der 2008 gezeigt wurde. Brand und Simmel siezen sich noch immer, was natürlich unrealistisch ist, selbst in einer deutschen Behörde. Aber wenn man es ändern würde, würde sich die Chemie zwischen den beiden verändern, und das wäre schlecht, meint Millowitsch. "Du hast dich schon sehr verändert - zum Positiven", lobt sie Schönemann. "Damals warst du noch so'n Bubi, und jetzt bist du ein Kerl. Ich hab' halt 20 Falten mehr. So ist das Leben."

Mit dem "Tatort" nicht zu vergleichen - oder doch?

Die beiden teilen sich das Kölner Revier mit dem Ermittlerteam Max Ballauf und Freddy Schenk vom "Tatort". "Der Unterschied zum "Tatort" ist, dass wir nicht ganz so doll polarisieren", meint Schönemann. "Wir machen es eher ein bisschen leichter. Man kann uns schlecht mit "Tatort" vergleichen." Widerspruch von Millowitsch: "Würde aber auch da gut funktionieren. Guck mal, die Münsteraner haben irrsinnige Einschaltquoten, weil die Leute die gerne sehen wegen des Humors zwischen Prahl und Liefers. Man muss den Zuschauer auch ab und zu mal von der Leine lassen."

Foto: Guido Engels/ZDF/dpa

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