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Reges Leben in Rastatter Totholz
Reges Leben in Rastatter Totholz
05.05.2019 - 11:00 Uhr
Rastatt (red) - Bei der Kontrolle und Pflege der städtischen Bäume haben die Experten der Technischen Betriebe im Bereich des Röttererbergs reges Leben in Totholz entdeckt. Sie sorgten dafür, dass der Lebensraum für die tierischen Bewohner erhalten bleibt. In Rauental sicherten die Baumpfleger die Höhle eines Spechts.

Bei ihren Arbeiten in der Grünanlage hatten die Mitarbeiter laut einer Mitteilung der Stadt in der Mozartstraße kürzlich eine tierische Entdeckung gemacht. In einer rund 80 Jahre alten Pappel hatten sich in einer Höhle und in einer Rindentasche eine Fledermaus und einige Goldkäfer-Engerlinge eingenistet.

Den Auftrag, die Krone des absterbenden Baumes aus Sicherheitsgründen zurückzuschneiden, mussten die städtischen Mitarbeiter erst einmal verschieben. Zunächst stand das Wohl der Tiere im Vordergrund. Denn sowohl die Fledermaus als auch die Goldkäfer gelten als geschützte Arten.

Totes Holz weiter Lebensraum

Gemeinsam mit der Naturschutzbehörde verständigten sich die Baumpfleger darauf, von der Pappel nur das Nötigste abzuschneiden, also nur abgestorbenes Holz, das drohte, auf den angrenzenden Fußgängerweg herunterzufallen. Die Mitarbeiter schnitten die Krone der Pappel zurück, ließen aber den Bereich rund um die Rindentasche unberührt. Die abgestorbenen Kronenteile deponierten sie anschließend rund 20 Meter neben der Pappel an einen sonnigen Platz. Das Totholz kann nun weiterhin von Insekten besiedelt werden.

Drei neue Quartiere für Fledermäuse

Um die Population der Fledermäuse in Rastatt nicht nur zu erhalten, sondern eventuell noch zu vergrößern, haben die Mitarbeiter zudem drei Fledermauskästen an benachbarten Bäumen angebracht. Dort können die nachtaktiven Tiere sich tagsüber aufhalten und schlafen oder ihre Jungen zur Welt bringen. Damit auch Spaziergänger der Grünanlage erfahren, dass es sich bei der Pappel um einen ganz besonderen Baum handelt, wurde ein Schild mit dem Hinweis "Dieser Baum ist Lebensraum" angebracht.

Specht kann weiter in seiner Höhle leben

Um einen weiteren sogenannten Biotop- oder Habitatbaum kümmerten sich die Baumspezialisten in der Brunnenstraße in Rauental. In einen abgestorbenen Ahornbaum, der gefällt werden sollte, hatte sich ein Specht eine Höhle gebaut. Ehe die Baumpfleger die Säge ansetzen konnten, sicherten sie zunächst die Spechthöhle und befestigten diese an einem Nachbarbaum. An der Stelle des gefällten Laubbaums wird in diesem Frühjahr ein neuer Baum seine Wurzeln schlagen können, teilte die Stadt weiter mit.

Foto: Stadt Rastatt

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