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Soziale Medien beeinflussen Zufriedenheit kaum
Soziale Medien beeinflussen Zufriedenheit kaum
07.05.2019 - 07:17 Uhr
Stuttgart/Oxford (lsw) - Einer Studie zufolge wirkt sich die Nutzung von Sozialen Medien kaum auf die Lebenszufriedenheit von Jugendlichen aus.

Es gebe nur eine "ganz schwache Wechselwirkung" zwischen dem Konsum sozialer Medien und der Lebenszufriedenheit, heißt es von Tobias Dienlin, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Hohenheim. Bei zunehmendem Konsum reduziere sich die Lebenszufriedenheit geringfügig. Gleichzeitig steige bei sinkender Zufriedenheit in leichtem Maße der Konsum von Facebook & Co. "Die Effekte scheinen dabei für Mädchen etwas ausgeprägter zu sein als für Jungen", heißt es.

Wissenschaftler der Universitäten Hohenheim und Oxford haben für die Studie "Understanding Society" Angaben von Jugendlichen über acht Jahre hinweg ausgewertet.

Einfluss liegt bei weniger als einem Prozent

Das Ergebnis veröffentlichten die Forscher nun im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America". In die Analyse ging die Befragung von 5.492 Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren ein. Den Autoren zufolge liegt der Einfluss auf deren Lebenszufriedenheit bei weniger als einem Prozent.

Acht Jahre lang hatten Jugendliche regelmäßig angegeben, wie viele Stunden sie an einem Schultag mit Sozialen Medien verbrachten und wie hoch die aktuelle Lebenszufriedenheit war. Diese bewerteten sie auf einer siebenstufigen Skala von "Smileys".

Studie mit hoher Aussagekraft

Verschiedene Bereiche wie etwa die Zufriedenheit mit Freundschaften, Aussehen oder der familiären Situation wurden außerdem unterschieden. Die seit Jahren geführte Diskussion darüber, ob soziale Medien Suchtverhalten und Unzufriedenheit fördern, ist damit nun um eine Studie reicher.

"Bislang wird die aktuelle Debatte meist durch Studien mit geringer Aussagekraft bestimmt. Die Studie ist deshalb ein wichtiger Schritt, um Technikfolgen für das Wohlergehen von Heranwachsenden zu bestimmten", so die Bewertung von Andrew Przybylski, Director of Research am Oxford Internet Institute.

Foto: Friso Gentsch/dpa

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