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Schildbürgerstreich am Murgdamm
08.05.2019 - 09:00 Uhr
Von Egbert Mauderer

Rastatt - Man tritt passionierten Radfahrern wohl nicht zu nahe mit der Unterstellung, dass sie sich nur ungern ausbremsen lassen - schon gar nicht von Vorschriften, deren Sinn sich nur schwer erschließen lässt. Womit wir mitten in der Grünanlage beim Gedenkstein unterhalb des Murgdamms im Zay sind.

Dort hat die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr, wie an vielen anderen Stellen, mit Piktogrammen verdeutlicht, was im Gesetz steht: Radfahren auf dem Murgdamm und in Grünanlagen ist von wenigen Ausnahmen abgesehen grundsätzlich verboten.

Speziell im Zay ist die Markierung allerdings zum Politikum geworden, nachdem das BT den Fall aufgegriffen hatte.

Rampe war einst für Radfahrer gebaut worden

Etliche Radler nutzen den Übergang durch die Grünanlage zwischen Steinmauerner Straße und Kinkelstraße, um in die Innenstadt zu gelangen. Das Tabu in Gestalt des aufgepinselten Verbotsschilds ist jedoch etwas wackelig. Denn die Rampe zum Murgdamm war einst extra für Radfahrer gebaut worden, als das Gesetz noch kein Verbot aussprach.

In dieser Zwickmühle hat jetzt ein Zeitgenosse das Heft des Handelns in die Hand genommen und am Gedenkstein quasi einen Schildbürgerstreich veranstaltet.

Verwaltung spricht von Scherz

Das Verbot wurde übermalt - immerhin mit den badischen Farben, wie man als Regionalpatriot festhalten könnte. Man muss wohl von bürgerlicher Sabotage oder zivilem Ungehorsam sprechen, denn im Rathaus betont man, dass die Verwaltung mit der Sache nichts zu tun hat; Unbekannte hätten sich "einen Scherz erlaubt".

Radler sollen künftig im Sattel bleiben dürfen

Der Bauhof wird sich der Sache nun in korrigierender Weise annehmen. Der Saboteur muss sich deshalb nicht grämen. Denn die Verwaltung hat just in dieser Woche den Planungsauftrag erteilt, um den Weg durch die Grünanlage im Herbst so verbreitern zu lassen, dass Radfahrer künftig nicht mehr absteigen müssen. Für das Verbotszeichen auf dem Asphalt bedeutet das dann ohnehin das endgültige Aus.

Fotos: Mauderer/Archiv

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