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Sportschule: Geheimnis im Keller
Sportschule: Geheimnis im Keller
24.05.2019 - 19:00 Uhr
Baden-Baden (red) - Ob Dukla Prag, Partizan Bjelovar oder CH Bratislava: Sie alle waren einst Größen in der osteuropäischen Handballszene - und zu Gast in der Sportschule Steinbach. Hier begegneten sich mitten im Kalten Krieg Sportler aus Ost und West, konnten Japaner genauso wie Spanier, Argentinier oder Tschechen trainieren.


"Sport funktioniert wie eine gemeinsame Sprache", ist Christian Reinschmidt, Leiter der Sportschule sicher. Das wurde auch dem heutigen Studienleiter der Sportschule, Christof Armbruster, bewusst, als er vor 36 Jahren als Spieler mit der südbadischen Handballmannschaft in Sotschi trainierte. Die stetige Aufrüstung verhinderte nicht den sportlichen Austausch.

Marken-T-Shirts gegen Kaviar

Doch blieb es bei sozialistischen Staaten oft auf das rein Sportliche begrenzt. Abseits des Spielfelds sei ein persönlicher Austausch mit den sowjetischen Spielern kaum möglich gewesen, erzählt Armbruster. In Sotschi habe er allein bei Konsumgütern stattgefunden: Schuhe und Marken-T-Shirts haben die Badner gegen Krimsekt und Kaviar eingetauscht.

"Deutsch-deutsch war da nichts"

Kontakte zwischen ost- und westdeutschen Sportlern seien hingegen oft bereits im Kern erstickt worden: "Deutsch-deutsch war da nichts", sagt Reinschmidt. Wegen der Fluchtgefahr seien DDR-Bürger durch mitgereiste Betreuer überwacht worden, sagt Rudi Eckerle, bis 2009 Verwaltungsleiter der Sportschule und ebenfalls passionierter Handballer. Zu groß schien die Gefahr, dass die ostdeutschen Sportler jenseits der Grenze ihr Glück suchen würden. Mehr als 600 DDR-Bürgern gelang die Flucht mittels des sportlichen Austauschs. Unter Sportfunktionären und linientreuen Athleten waren Wettkämpfe in Westdeutschland deshalb verbrämt.

Überbleibsel aus der Zeit des Kalten Kriegs

Bei allem Verbindenden des Sports hat der Eiserne Vorhang auch Spuren in Steinbach hinterlassen, die weniger das Verbindende denn das Trennende betonen. Davon zeugt ein Überbleibsel aus der Zeit des Kalten Kriegs im Keller des Anbaus, auf das BT-Volontärin Franziska Kiedaisch bei ihrer Spurensuche vor Ort stieß.

Die ganze Geschichte gibt es am Samstag auf einer Sonderseite im BT-Sportteil sowie (ab 4 Uhr) im E-Paper.

Foto: Franziska Kiedaisch

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