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Schlauchbootunglück auf dem Rhein: Suche nach vermisstem Mädchen
Schlauchbootunglück auf dem Rhein: Suche nach vermisstem Mädchen
01.06.2019 - 16:02 Uhr
Gerstheim/Offenburg (dpa) - Einsatzkräfte aus Frankreich und Deutschland haben zwei Tage nach dem Schlauchbootunglück auf dem Rhein mit drei Toten die Suche nach einem vermissten Mädchen fortgesetzt. Am Samstag wurden auch zwei Drohnen eingesetzt, wie eine Sprecherin der französischen Polizei sagte. Die Suche nach dem Mädchen erstreckte sich auf den Abschnitt vom Unglücksort im elsässischen Gerstheim bis Straßburg.

Das laut Medien vier Jahre alte Mädchen war mit einer Gruppe auf dem Boot gewesen, das am Donnerstag nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte. Die Gemeinde liegt rund 30 Kilometer südlich von Straßburg. Die Touristengruppe sei aus Offenburg gekommen, sagte ein Sprecher der Präfektur.

Das gekenterte Boot war mit vier Menschen besetzt. Bei den Toten handelt es sich um ein sechsjähriges Mädchen, einen weiteren Bootsinsassen und einen Helfer. In der Touristengruppe waren nach Angaben der Präfektur sieben Menschen unterwegs - fünf Rumänen und zwei Deutsche. Drei Angehörige der Gruppe waren an Land geblieben. Zu den Opfern würden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Einzelheiten genannt, berichtete die Polizei in Offenburg.

Nach ersten Erkenntnissen trugen die Bootsinsassen keine Rettungswesten. Der Unfall gehe höchstwahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurück - die Ermittlungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es. Mehrere Menschen hatten versucht, den Bootsinsassen zu helfen, und seien selbst ins Wasser gesprungen, schrieb die Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" (DNA). Ein 36-Jähriger und eine 37-Jährige seien unversehrt wieder an Land zurückgekehrt, ein anderer starb.

Die Polizei sowie die für die Wasserrettung zuständige Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnten vor den Gefahren des Rheins und anderer großer Flüsse. Im Rhein gebe es wegen starker Strömungen, der Schleusen und des Schiffsverkehrs große Unglücksrisiken. Die Gefahren würden vielfach unterschätzt - vor allem in den Sommermonaten, wenn der Fluss Freizeitsportler anlocke.

Foto: AP

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