https://www.top-zusteller.de/
https://www.top-zusteller.de/
Trauer um Michel Serres
Trauer um Michel Serres
02.06.2019 - 16:08 Uhr
Paris (dpa) - Der französische Philosoph Michel Serres ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 88 Jahren, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seine Verlegerin Sophie Bancquart berichtete.





Serres' Tod löste in Frankreich Trauer und Betroffenheit aus. Der für Bildung verantwortliche Minister Jean-Michel Blanquer würdigte die Güte des bekannten Philosophen. "Sein Denken über die Bildung wird uns weiter beeinflussen(...)", schrieb Blanquer auf Twitter. "Sein schelmisches Lächeln wird uns fehlen", teilte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire ebenfalls via Twitter mit.

Mehr als 50 Bücher geschrieben

Serres schrieb mehr als 50 Bücher, viele davon sind in Deutschland erschienen. In "Das eigentliche Übel" geht es ihm um die schmarotzerhafte Aneignung der Welt durch den Menschen. In "Erfindet euch neu! Eine Liebeserklärung an die vernetzte Generation" fordert er dazu auf, den technologischen Wandel als Chance zu nutzen, um alles neu zu erdenken - angefangen vom Bildungssystem bis zur Gesellschaft.

2012 erhält Philosoph deutschen Meister-Eckhart-Preis

Für sein Denken erhielt der Philosoph 2012 unter anderem den deutschen Meister-Eckhart-Preis. Die Begründung lautete damals: "Brillante Einsichten in die Strukturen unseres Denkens."

Serres galt als Universaldenker und überschritt dabei Wissenschaftsgrenzen. Er vertrat den Ansatz eines ganzheitlichen Wissenschaftsverständnisses: Denn nur wenn die Menschen lernen, über ihren eigenen Tellerrand zu blicken, sei das globale Inferno noch abwendbar, hatte Serres in Büchern und Interviews gewarnt.

Vermittler zwischen den Wissenschaften

Der Philosoph stammte aus dem südwestfranzösischen Agen. Als junger Erwachsener trat er in die Marineschule in Brest ein, dann begann er mit dem Studium der Philosophie und wurde 1969 Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Pariser Sorbonne.

Im Jahr 1984 begann er zudem an der Stanford University im US-Bundesstaat Kalifornien zu unterrichten. Als Vermittler zwischen den Wissenschaften wurde er 1990 in die Académie française aufgenommen, Frankreichs bedeutendster Gelehrtengesellschaft.

Foto: Joel Saget/AFP

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Gaggenau
Seelenbilder nach Nahtod-Erfahrung

25.05.2019
Seelenbilder nach Nahtod-Erfahrung
Gaggenau (vgk) - "Das Erlebte in Worten und Seelenbildern mitzuteilen." Das ist die Mission von Maler Vinzenz Hensle. Bis Ende Juni sind seine großformatigen Bilder im Besucherzentrum der Sparkasse Baden-Baden-Gaggenau zu sehen. Viele Gäste kamen zur Vernissage (Foto: vgk). »-Mehr
Baden-Baden
Neue Lösungen für die Netzwerkgesellschaft

11.05.2019
Neues Bauen für Stadtgesellschaft
Baden-Baden (cl) - Die Netzwerkgesellschaft in den Städten braucht individuelle Lösungen: Patrik Schumacher, Direktor im Büro Zaha Hadid, plädierte im Museum Frieder Burda für Gebäude, die eine Welt für sich sind, wohnen und arbeiten fußläufig ermöglichen (Foto: Viering). »-Mehr
Karlsruhe
´Ich glaube, es wäre von anderer Art´

11.05.2019
Maschinen mit Bewusstsein?
Karlsruhe (red) - Kann in Maschinen mit Künstlicher Intelligenz einmal eine Art Bewusstsein entstehen? Mit dieser Frage befasst sich ein wissenschaftliches Projekt am Karlsruher Institut für Technologie. Das BT sprach mit Projektleiter Prof. Dr. Karsten Wendland (Foto: Uli Planz). »-Mehr
Lichtenau
Runter in den Denkschlamm

25.02.2019
Runter in den Denkschlamm
Lichtenau (urs) - Kabarett mir Jess Jochimsen (Foto: urs) ist kein Kaffeekränzchen. "Runter in den Denkschlamm", fordert er im Hoftheater Scherzheim und sagt: "Wir müssen so tief sinken, dass es wehtut." Das Publikum bringt er zum Lachen und Nachdenken. »-Mehr
Bühl
Ein aussterbendes Gewerbe

22.02.2019
Kalte Küche im "Lamm"
Bühl (gero) - In der mittelbadischen Gastronomieszene geht eine Ära zu Ende: Wenn am Sonntagabend die letzten Gäste das Gasthaus "Lamm" in Kappelwindeck verlassen haben, dreht Ludwig Bechter ein letztes Mal den Schlüssel rum. Wie es weiter geht, steht noch nicht fest (Foto: jo). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Bei Temperaturen ab 27 Grad schwindet laut Experten die Konzentrationsfähigkeit. Fällt es auch Ihnen schwer, konzentriert zu bleiben?

Ja.
Nein.
Manchmal.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz