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Pflegeberatung wird ausgebaut
Pflegeberatung wird ausgebaut
06.06.2019 - 09:10 Uhr
Rastatt (sl) - Wer für sich selbst oder einen Angehörigen Pflege organisieren muss, ist auf guten Rat angewiesen. Kein Wunder, dass der Pflegestützpunkt, den der Landkreis Rastatt 2011 eingerichtet hat, viel zu tun hat.

So viel, dass schon 2015 ein Teilpflegestützpunkt in Bühl und Außensprechstunden in Gaggenau eingeführt wurden. Gaggenau soll nun ebenfalls einen Teilpflegestützpunkt erhalten. Außerdem sollen zwei zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen werden. Das hat der Sozialausschuss des Kreistags einstimmig beschlossen.

Aufgabe des Pflegestützpunkts ist die Beratung zu Rechten und Pflichten in Bezug auf Sozialleistungen und andere Hilfsangebote sowie das Koordinieren aller infrage kommenden wohnortnahen Unterstützungsangebote aus dem medizinischen, pflegerischen und sozialen Bereich.

Bedarf wird weiter ansteigen

Zurzeit beschäftigt der Pflegestützpunkt für den gesamten Landkreis drei Mitarbeiterinnen, die sich 2,05 Stellen teilen. Im Zuge eines neuen Rahmenvertrags sollen die Pflegestützpunkte landesweit weiterentwickelt werden. So auch im Landkreis Rastatt, wo aufgrund von Einwohnerdichte und Altersstruktur eine mögliche Gesamtstellenzahl von 4,38 errechnet wurde.

Auch die Zahl der Beratungen ist über die Jahre stetig gestiegen. Waren es 2013 rund 1.500, zählte man 2018 4132 Beratungsgespräche. Und dieses Jahr wird der Zuspruch wohl weiter ansteigen, das zeigen schon die ersten drei Monate mit schon 1388 Beratungen bis 31. März.

Viel häusliche Pflege - viel Beratung nötig

Jürgen Ernst, Leiter des Kreissozialamts, rechnete vor, dass die Zahl der Pflegebedürftigen im Landkreis künftig weiter steigen wird. Zudem sei der Beratungsbedarf schon jetzt hoch, weil in der Region überdurchschnittlich viele Menschen zu Hause gepflegt werden.

Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts sind laut Ernst an der Kapazitätsgrenze. Es zeige sich, dass aus dem Murgtal bereits mehr Anfragen kommen als aus dem Raum Bühl, die Außensprechstunden also nicht mehr ausreichen, obwohl die Mitarbeiterinnen sogar Hausbesuche machen. Künftig soll der Pflegestützpunk im Landratsamt Rastatt mit 2,05, die Teilpflegestützpunkte in Bühl und Gaggenau mit je einer Vollzeitstelle ausgestattet sein. Über Räumlichkeiten ist das Landratsamt in Gesprächen mit der Stadt Gaggenau. Der Finanzierungsanteil des Landkreises an den Personalkosten steigt künftig von 57.000 Euro auf 88.000 Euro. Zwei Drittel der Kosten tragen Kranken- und Pflegekassen. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

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