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Feuer in der Innenstadt
15.06.2019 - 07:04 Uhr
Baden-Baden (ml/hol) - Bei einem Dachstuhlbrand ist am Samstag gegen 4.30 Uhr in der Baden-Badener Innenstadt erheblicher Sachschaden entstanden. Das am Sonnenplatz gelegene Wohn- und Geschäftshaus kann derzeit nicht genutzt werden. Rund 100 Helfer von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst und Polizei waren auch am späten Vormittag noch im Einsatz. Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, Linienbusse mussten umgeleitet werden.


Der Notruf ging um 4.32 Uhr in der Leitstelle ein, wie Einsatzleiter Andreas Wilhelm von der Baden-Badener Feuerwehr berichtete. Zu diesem Zeitpunkt habe der Dachstuhl bereits in Vollbrand gestanden, was von Passanten und Nachbarn zu sehen und hören war. Nach dem ersten Anruf habe es eine ganze Lawine weiterer Meldungen gegeben, sagte Wilhelm. Ein Mitarbeiter einer Security-Firma, der sich zufällig in dem Bereich aufhielt, klingelte die Bewohner des betroffenen Hauses sowie der zwei angrenzenden Gebäude wach. Nach den bisherigen Erkenntnissen hielten sich im Brandobjekt keine Menschen auf, sieben Bewohner der Nachbarhäuser konnten sich aber so rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie kamen in einem Hotel unter.

"Das hätte auch anders ausgehen können"

Die Feuerwehr traf etwa acht Minuten nach der Alarmierung am Brandort ein und begann sofort mit der Sicherung der angrenzenden Gebäude. So konnte ein Übergreifen des Feuers verhindert werden. "Das hätte auch ganz anders ausgehen können", zeigte sich Maximilian Lipp, Fachbereichsleiter für Ordnung und Sicherheit, am späten Vormittag gegenüber Medienvertretern erleichtert. Er dankte den Einsatzkräften für deren professionelle und engagierte Arbeit. An der Brandbekämpfung beteiligten sich neben den Baden-Badener Feuerwehren auch Wehren aus dem Landkreis Rastatt sowie die Werksfeuerwehr von Daimler in Gaggenau. Zwei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt. Die Polizei setzte einen mit einer Wärmebildkamera ausgestatteten Hubschrauber ein, um die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung zu unterstützen.

Haus nicht mehr nutzbar

Der Einsatz werde voraussichtlich noch den ganzen Tag andauern, sagte Wilhelm am Mittag. Der Dachstuhl sowie aufsitzende Türme des betroffenen Gebäudes sollten noch abgetragen und das Dach provisorisch abgedichtet werden. Zudem mussten auch am späten Vormittag noch immer Glutnester abgelöscht werden. Das Gebäude ist aufgrund von Löschwasserschäden nicht nutzbar. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird ein Gutachter ermitteln, nach einer ersten Schätzung der Feuerwehr könnte er aber die Millionen-Grenze erreichen. Die Brandursache ist noch unklar. Laut erster Erkenntnisse der Polizei ist das Feuer vermutlich im obersten Stockwerk ausgebrochen. Dort ist ein Bürokomplex untergebracht.

Busse werden umgeleitet

Wegen des Großeinsatzes wurden die Gernsbacher Straße sowie die Sophienstraße komplett gesperrt. Davon betroffenen waren auch die Linienbusse, die durch die Sophienstraße fahren. Sie wurden umgeleitet. Wilhelm rechnete aber damit, dass eine Fahrspur der Sophienstraße ab dem Mittag wieder für den Busverkehr freigegeben werden könne. Für den Autoverkehr ist eine örtliche Umleitung eingerichtet worden. Die Geschäfte innerhalb des abgesperrten Bereichs blieben geschlossen.

Fotos: Renate Dülk, Ludwig Oelze, Markus Langer

 

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Von Tobias Schindler am Samstag, 15.06.2019 um 16:54 Uhr
Feuer in der Innenstadt
Als unbeteiligtem Bürger ist es mir ein Bedürfnis, den zahlreichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und sonstigen Hilfsorganisationen für ihren selbstlosen und bewundernswerten Einsatz Dank und Anerkennung auszusprechen. Dass bei dem verheerenden Großbrand mitten in der dicht bebauten Altstadt keine Menschen zu Schaden gekommen sind, ist ihr Verdienst.
In diesem Zusammenhang noch eine kleine Randnotiz: Um die Mittagszeit, als sich auf dem Leopoldsplatz Dutzende Touristen sowie Schaulustige tummelten und sich dort erschöpfte Hilfskräfte ausruhten, ist es dem Fahrer eines schicken Cabrios mit britischem Kennzeichen und einer nicht minder schicken Beifahrerin wie auch immer gelungen, trotz Straßensperrung von der Lichtentaler Straße kommend bis zum Herzen der Stadt vorzudringen. Meiner freundlichen Anregung zu wenden, hat der Fahrer zunächst keine Folge geleistet. Erfolgreicher war da schon mein Hinweis, dass er aufgrund der erhöhten Polizeipräsenz mit einer Kontrolle und einer Geldbuße zu rechnen habe.
Hinweis: Sollten Sie meinen Beitrag veröffentlichen, sollte, um einer Verwechslung vorzubeugen, vielleicht darauf hingewiesen werden, dass es sich bei mir nicht um den namensgleichen Baden-Badener Feuerwehrkommandanten Tobias Schindler handelt.

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