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Tigermücke: Erste Infektionen
Tigermücke: Erste Infektionen
17.06.2019 - 08:29 Uhr

Madrid (dpa/red) - In Spanien haben sich erstmals Menschen mit dem Chikungunya-Virus infiziert. Es wird unter anderem von der Asiatischen Tigermücke übertragen. Diese wurde auch in der Region gesichtet. Experten rufen dazu auf, ein Vorkommen sofort zu melden.


Wie spanische Experten mitteilten, hätten sich Touristen aus Island in der Urlaubs-Provinz Alicante im Osten des Landes mit dem von Stechmücken übertragenen Virus infiziert. Dabei handele es sich um die ersten Fälle einer lokalen Infektion in Spanien. Bei den Betroffenen handelt es sich um drei Mitglieder einer Familie, die im Mai an der Costa Blanca war. Wie die zuständigen Gesundheits-Behörden der Region Valencia am Wochenende mitteilten, sind bislang keine weiteren Infektionsfälle bekannt. Man habe aber dennoch alle erforderliche Maßnahmen und Kontrollen eingeleitet, hieß es.

Tigermücke auch in der Region gesichtet

Das Virus wird vor allem von der Ägyptischen Tigermücke (Aedes aegypti) und der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen. Wie berichtet, wurde die Asiatische Tigermücke auch in der Region gesichtet. Die Schnakenbekämpfer der KABS haben dazu aufgerufen, mögliche Sichtungen sofort zu melden.

In Deutschland gab es im Jahr 2017 insgesamt 33 Fälle von Chikungunya-Fieber, berichtet das Robert Koch-Institut in Berlin. Alle seien aus Urlaubsländern importiert worden, die meisten aus Indien und Brasilien.

Virus in Teilen Afrikas und Asiens verbreitet

Nach Angaben des Europäisches Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ist das Virus in zahlreichen afrikanischen Ländern sowie im Süden und Südosten Asiens verbreitet. Nach einer rasanten Ausbreitung in Mittel- und Südamerika tritt es seit einigen Jahren vereinzelt auch in Europa auf, laut ECDC erstmals 2007 in Italien, später auch in Frankreich.

Weder Impfstoff noch Therapie

Chikungunya-Fieber geht mit grippetypischen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einher. Die meisten Infizierten erholen sich vollständig, oft schon nach einer Woche. Gefährlicher ist das Virus für chronisch Kranke sowie für Schwangere und Säuglinge. Todesfälle sind aber äußerst selten. Einen Impfstoff oder eine gezielte Therapie gibt es bisher nicht.

Urlauber sollen sich schützen

Den Urlaub in Spanien muss man nach Meinung von Experten aber nicht stornieren. Das ECDC empfiehlt Reisenden grundsätzlich, sich vor Mückenstichen zu schützen, etwa mit Abwehrmitteln, langer Kleidung und Moskitonetzen.

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