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Tipps für Tierhalter bei Hitze
Tipps für Tierhalter bei Hitze
20.06.2019 - 07:30 Uhr
Stuttgart (red) - Nicht nur an heißen Tagen ist reichlich Flüssigkeit wichtig für Tiere. Bei Hitze oder besonderer Anstrengung kann sich der Wasserbedarf allerdings vervielfachen, das teilt die Tierschutzorganisation Peta mit. Diese Tipps sollen dabei helfen, dass Haustiere genügend trinken und erste Symptome eines Hitzschlags erkannt werden.

Mehrere Trinknäpfe an verschiedenen Orten anbieten: Manche Tiere haben laut Peta bestimmte Vorliegen und mögen beispielsweise erhöhte Standorte. Dann sollte der Napf lieber auf der Fensterbank als auf dem Küchenfußboden stehen.

Fließendes Wasser wird oft bevorzugt: Einige Katzen trinken am liebsten direkt aus dem Wasserhahn. Eine Lösung biete ein Trinkbrunnen, so die Tierschutzorganisation.

Kreatives Napf-Angebot: Viele Katzen bevorzugen Gießkannen, einige Hunde trinken am liebsten aus Eimern. Tierhalter können also kreativ werden und alle denkbaren Wasserbehältnisse ausprobieren. Diese sollten für den Vierbeiner reserviert sein und nicht anderweitig verwendet werden. Plastik- oder Metallnäpfe werden laut Peta häufig verschmäht; Glas und Keramik schmeckten neutral.

Geschmackssache ist auch das Wasser selbst: Manche Tiere mögen kein frisches Leitungswasser, sondern trinken erst, wenn die Flüssigkeit schon ein paar Stunden steht.

Schummeln erlaubt: Nassfutter enthält bereits viel Wasser. Trockenfutter hingegen enthalte nur knapp 10 Prozent Feuchtigkeit, daher müsse hier zusätzliches Wasser zugeführt werden, so die Tierschutzorganisation.

Nicht nur bei Hund und Katze auf Wasser achten

Auch Tiere, die auf der Weide stehen, haben im Sommer einen erhöhten Wasserbedarf - große Pferde trinken bis zu 100 Liter am Tag. Die Tränke sollte mindestens einmal täglich kontrolliert werden.

Kaninchen und Meerschweinchen neigen zu Harnwegsinfekten und können im Sommer schnell überhitzen. Salzlecksteine sind nicht zu empfehlen, sie fördern laut Peta die Harnsteinbildung.

Erste Symptome eines Hitzeschlags erkennen

Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln und Apathie, teils aber auch Nervosität. Sehr starkes Hecheln, Taumeln, eine dunkle, bläuliche Zunge oder ein glasiger Blick und Erbrechen können darauf schließen lassen, dass der Hund in akuter Lebensgefahr schwebt. Das Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden.

Der Körper sollte mit handwarmem Wasser gekühlt werden. Stets an den Pfoten mit der sanften Kühlung beginnen, nicht in der Nähe des Herzens. Das dringend notwendige Trinkwasser darf ebenfalls nicht eiskalt sein. Anschließend müsse das Tier umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Nasse Umschläge können beim Pferd helfen

Beginnt ein Pferd plötzlich stark zu schwitzen, lässt die Körperspannung nach und fängt es schlimmstenfalls an zu taumeln, hat es möglicherweise einen Hitzschlag erlitten. In diesem Fall muss sofort ein Tierarzt gerufen werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen bringen Pferdehalter ihr Tier umgehend an einen schattigen, gut belüfteten Ort und übergießen das Tier, von den Beinen beginnend, mit leicht kühlem, niemals eiskaltem Wasser. Nasse Umschläge können ebenfalls helfen.

Kaninchen sind besonders sensibel

Liegen Kaninchen oder Meerschweinchen an einem heißen Tag teilnahmslos auf der Seite und atmen schnell und flach, sollten sie in ein kühles feuchtes Handtuch eingewickelt und zum Tierarzt gebracht werden. Da Kaninchen besonders sensibel auf Hitze reagieren, sollten sie an warmen Tagen an einem kühlen, schattigen Ort untergebracht werden.

Symbolfoto: Martin Gerten/dpa

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