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Wie man Hornissen begegnet
Wie man Hornissen begegnet
30.06.2019 - 18:00 Uhr
Baden-Baden (red) - Hornissen gelten im Volksmund als gefährlich, schädlich und lästig und verfügen deshalb oft über einen schlechten Ruf. Die Aussage: "Drei Hornissenstiche genügen, um einen Mensch zu töten, sieben reichen für ein Pferd", ist längst wissenschaftlich widerlegt. Die Pressestelle der Stadt Baden-Baden informiert über den richtigen Umgang mit den Insekten.

Der Stich einer Hornisse ist nicht gefährlicher als Stiche von Bienen und Wespen. Nur in sehr seltenen Fällen, die auch bei Bienen- oder Wespenstichen vorkommen können, reagieren Menschen auf den Stich allergisch.

Hornissen gehen nicht aggressiv auf Futtersuche

Meist sei nicht bekannt, dass unter den Wespen nur die Deutsche Wespe oder die Gemeine Wespe wirklich lästig oder gefährlich werden können, da diese Insekten auf Nahrungssuche nach süßen Speisen oder Getränken gehen. Dagegen ernähren sich Hornissen ausschließlich von Baumsäften, gelegentlich von Fallobst und für die Aufzucht der Brut von einer Vielzahl verschiedener Insekten wie Fliegen, Raupen, Käfer, Spinnen oder sogar Wespen.

Finger weg vom Hornissennest!

Zudem greifen Hornissen niemals grundlos an und sind sogar scheuer als unsere Honigbienen. Sie werden erst dann nervös, wenn man sie oder ihr Nest stört. Daher sollte man im Umkreis von vier Meter zum Nest hektische Bewegungen oder Erschütterungen vermeiden. Auch dürfen keinesfalls Manipulationen am Flugloch oder am Nest vorgenommen werden.

Hornissen nisten zunehmend in Siedlungsgebieten

Da die geschützte Art nicht mehr ausreichend Nistmöglichkeiten finden in Baumhöhlen, nutzten sie laut Stadtpressestelle zunehmend Nistmöglichkeiten im Siedlungsbereich der Menschen. Bei Fragen oder Problemen mit Hornissen, die sich etwa im Garten oder am Haus ansiedeln, können sich die Bürger im Stadtkreis an das Fachgebiet Umwelt und Arbeitsschutz unter der Rufnummer (07221) 931501 oder außerhalb der Geschäftszeiten an die Feuerwehrleitstelle unter der Rufnummer (07221) 93 1700 (nicht über den Notruf 112) wenden. Zielgedanke sei es, das Zusammenleben zwischen Hornissen und Menschen zu fördern, so die Pressestelle weiter.

Asiatische Hornisse frisst Honigbienen

Probleme bereitet den Naturschutzbehörden neuerdings die Asiatische Hornisse, eine nicht-einheimische Art, die sich von Frankreich her kommend ausbreitet. Die Asiatische Hornisse zeigt ebenfalls keine Aggression gegenüber dem Menschen, stellt aber vor allem für unsere heimischen Insekten, insbesondere die Honigbienen eine große Gefahr dar. Da sie sich in Europa sehr schnell ausbreitet, große Völker bildet und damit die einheimische Fauna aus dem natürlichen Gleichgewicht bringt, gilt sie als invasive, gebietsfremde Art. Zum Schutze der heimischen Biodiversität müsse sie laut Pressestelle mit geeigneten Maßnahmen bekämpft werden.

Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die Europäische Hornisse, ihre Kopfvorderseite ist orange, sie hat eine dunkelbraun bis schwarze Grundfärbung mit einem breiten orangenen Streifen am Hinterleib und einer feinen gelben Binde am ersten Segment. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal sind die gelben Beinenden der Asiatischen Hornisse.

Augen auf in der Garage und bei Dachvorsprüngen

Sie errichtet im Jahresverlauf zwei Arten von Nestern: Die Königin bildet zunächst ein Gründungsnest in Bodennähe (zum Teil in Garagen oder unter Dachvorsprüngen). Dann siedelt die Königin mit ihrem Volk in ein parallel errichtetes, sogenanntes Filialnest, das deutlich größer ist und sich vorwiegend in Bäumen, meist höher als 10 Meter, befindet. Bei Sichtung einer Asiatischen Hornisse oder eines Nestes bitten die Naturschutzbehörden dringend um Meldung, wenn möglich mit den Angaben des Fundorts (Adresse, eventuell GPS-Daten), des Funddatums, dem Namen des Meldenden und was gefunden wurde (Gründungsnest, Filialnest, Flugnachweis), gerne auch mit Fotos.

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