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Vier Fragen an den Rapper KEZ
18.08.2019 - 08:00 Uhr
Baden-Baden (marv) - Er hat seine Geburtsstadt auf die Rap-Landkarte gesetzt: Der Baden-Badener Rapper KEZ. Mit BT-Volontär Marvin Lauser hat der 26-jährige über seine Jugend in der Kurstadt, seine Geschäftsfelder, sein soziales Engagement und mit wem er in Zukunft gerne zusammen Musik machen würde, gesprochen.

BT: KEZ, wie kein anderer Rapper präsentierst Du Baden-Baden mit deiner Musik, wirfst dabei auch einen kritischen Blick auf die Kurstadt - wie war es hier aufzuwachsen?

KEZ: Was heißt Kritik. Es wirkt auf einen Heranwachsenden anders, wenn man jeden Tag mit dicken Autos oder so viel Oberflächlichkeit konfrontiert wird. Es ist ja viel sehen und gesehen werden in Baden-Baden. Das prägt einen Heranwachsenden in der Pubertät, wenn man selbst nicht so viel hat. Mich hat es auf jeden Fall geprägt. Und ich sehe es auch in meinem Freundeskreis, dass jeder versucht, irgendetwas zu machen, sich selbstständig zu machen. Man gibt sich mit wenig nicht zufrieden, wenn man in Baden-Baden aufgewachsen ist. Ich hatte damals keine teuren Klamotten, außer die weißen G-Unit-Schuhe, die ich mal zu Weihnachten bekommen habe.

"Ich will meiner Stadt etwas zurückgeben"

BT: Du bist Rapper, Manager der Kickers Baden-Baden und Bar- und Burgerladenbesitzer (Griffin's Pub in Baden-Baden und Griffin's Burger in Baden-Oos, Anm. d. Red.). In deinem Song Halleluja kündigst Du zudem eine eigene Modelinie an. Wie bekommst Du das alles unter einen Hut?

KEZ: Ich bin ein Mensch, der etwas zurückgeben will. Sei es mit den Läden, damit schaffe ich Arbeitsplätze für junge Leute, die ich teilweise vorher auch schon kannte. Man ermöglicht denen, selbst Geld zu verdienen. Mein Engagement im Fußballverein hat zum Beispiel gar keinen finanziellen Hintergrund. Das mache ich, weil ich im Aumattstadion aufgewachsen bin und da kein Jugendfußball mehr gespielt wurde. Als Baden-Badener finde ich das traurig. Deshalb mache ich das. Mir liegt etwas an meiner Stadt.

"Hochwertige Kleidung mit einem Urban Touch"

Die Modelinie wird kommen, allerdings wird es nur online verkauft werden. Es wird außerdem gar nichts mit meiner Person zu tun haben. Ich bin nur der Kopf dahinter. Das wird kein Merchandise von KEZ, ich will es nicht als Künstler vermarkten. Das soll eine eigenständige Modemarke werden. Es wird mit meiner Musik, mit Griffin's gar nichts zu tun haben. Das wird ein eigenständiges Ding. Es wird hochwertige und hochpreisige Kleidung. Einen Urban Touch wird es immer haben, wenn ich das mache.

"Man braucht gute Mitarbeiter "

Man braucht gute Mitarbeiter, die viel Verantwortung übernehmen. Man darf sich nicht beschweren, wenn ein Tag mal zwanzig Stunden dauert. Wenn einem die Arbeit Spaß macht, fühlt es sich nicht so an.

BT: Du bist also hier verwurzelt. Siehst Du deine Zukunft in Baden-Baden?

KEZ: Auf jeden Fall, ja. Ein zweiter Wohnsitz wäre denkbar, je nachdem, wo die Plattenfirma sitzt. Bisher ist es aber nicht geplant. Ich bleibe auf jeden Fall hier.

"Mit The Game zu chillen war cool, er ist mein Traum-Feature"

BT: Mit welchen Rappern möchtest Du in Zukunft gerne zusammenarbeiten?

KEZ: Kool Savas. Wir haben Kontakt, aber über eine Zusammenarbeit haben wir noch nicht gesprochen. Und Moses Pelham - das wären zwei deutsche Traum-Features. The Game wäre auch krass, oder Meek Mill. The Game habe ich schon zwei Mal getroffen: Das erste Mal auf einem Konzert, auf dem ich den Veranstalter kannte, und beim zweiten Mal haben wir eine Stunde zusammen gechillt und was gegessen. Er war auf jeden Fall cool.

Vier Fragen an:

"Vier Fragen an:" ist ein e Reihe der BT-Onlineredaktion. Die vier Fragen richten sich an Menschen, die gerade im Fokus stehen, etwas Interessantes erlebt oder zu erzählen haben oder aufgrund ihrer Tätigkeit interessant sind. Die Beiträge der Reihe werden sonntags um 8 Uhr auf der Homepage des Badischen Tagblatts veröffentlicht.

Fotos: Shervin Karimdadian

Ein ausführliches Interview mit KEZ erscheint am kommenden Samstag im BT-Magazin

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