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Karlsruhe unterliegt Leipzig
Karlsruhe unterliegt Leipzig
18.09.2019 - 15:50 Uhr
Karlsruhe (lsw/red) - Leipzig wird Standort einer neuen Agentur für Innovationen. Die sächsische Stadt setzte sich gegen Karlsruhe und Potsdam durch. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, Leipzig sei heute bereits ein "innovationspolitischer Leuchtturm" mit einer starken Wissenschaftsorientierung und einer guten Verkehrsanbindung.

Die neue "Agentur für Sprunginnovationen" soll bahnbrechenden Ideen "Made in Germany" zum Durchbruch verhelfen. Bisher dominieren vor allem US-Konzerne bei neuen technologischen Entwicklungen. Vorbild für die neue Agentur ist eine ähnliche Einrichtung in den USA.

Aus Ideen sollen Produkte werden

Ziel ist es, dass in Deutschland aus Ideen viel mehr als bisher auch erfolgreiche Produkte entstehen. Die Agentur soll "zeitnah" ihre Arbeit aufnehmen - mit rund 35 bis 50 Mitarbeitern in der Zentrale. Zudem sollen "Scouts" in ganz Deutschland unterwegs sein auf der Suche nach Ideen. Daraus sollen Firmen entstehen, die Produkte auf den Markt bringen, die das Zeug haben, Branchen zu verändern. Der Agentur sollen in den kommenden zehn Jahren nach früheren Angaben Mittel von rund einer Milliarde Euro zur Verfügung stehen.

Karlsruhe setzt auf gute Zusammenarbeit

In Karlsruhe blickt man nach vorne: "Auch wenn Leipzig Standort der neuen Innovationsagentur der Bundesrepublik wird, setzt Karlsruhe auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Agentur für Sprunginnovationen in der Zukunft", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichen Reaktion der Stadt.

"Dass wir in der Endauswahl waren, zeigt die Bedeutung des IT-Standortes Karlsruhe", wird Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), in der Mitteilung zitiert.

Land unterlag bereits bei der Batterieforschung

Schon im bundesweiten Rennen um den Aufbau einer Batteriezellenforschung hatte Baden-Württemberg das Nachsehen - nun will das Land selbst ein solches Projekt aufziehen. Die Entscheidung der Bundesregierung für Münster anstelle von Ulm oder Augsburg als Standort für ein neues Batterieforschungszentrum hatte für Kritik gesorgt.

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