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Großer Klimaprotest in Rastatt
Großer Klimaprotest in Rastatt
20.09.2019 - 14:26 Uhr
Rastatt/Bühl (marv/jo/dpa) - Die Klimabewegung Fridays for Future hat am Freitag weltweit zu Protestaktionen aufgerufen. In Rastatt beteiligten sich rund 1.000 Schüler, aber auch Erwachsene an einer Demonstration und einem Aktionstag des Tulla-Gymnasiums für mehr Klimaschutz. Auch am Bühler Windeck-Gymnasium gab es eine Aktion.

An dem kurzfristig anberaumten Aktionstag des Rastatter Tulla-Gymnasiums beteiligten sich nach Angaben der Schule 612 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 50 Lehrkräfte. Sie setzten sich in den ersten beiden Schulstunden inhaltlich mit dem Thema Klima auseinander, danach fertigten sie Plakate, mit denen sie zu einem Demonstrationszug aufbrachen. Dieser führte rund um die Schule. Anschließend wurde das Thema klassenweise in "Manifesten" weiterverarbeitet.

Vom Baby bis zum Rentner

An der Kundgebung der Bewegung Fridays for Future beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren etwa 500 Personen, die Polizei spricht von etwa 350 bis 400 Teilnehmern. Ihr Demonstrationszug führte vom Landratsamt durch den Schlosspark und danach durch die Fußgängerzone zum Marktplatz. Die Klimabewegung hatte erstmals explizit auch Erwachsene zur Teilnahme aufgerufen. Mit Erfolg: Von Müttern mit Babys über Schüler, Arbeitnehmer (die sich freigenommen hatten) bis hin zu Rentnern waren alle Schichten und Altersklassen vertreten. Auch in den Parolen wurde das nun breitere Bündnis deutlich. Neben dem bekannten Slogan "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut" bekannten sich auch die "Oldies for Future".

Aktion in Bühl

Am Bühler Windeck-Gymnasium, das Klimaschule werden soll, beteiligten sich rund 700 Schülerinnen und Schüler an einer etwa halbstündigen Aktion, bei der eine Rektorin sowie zwei Schüler sprachen. Die Jugendlichen skandierten: "Was wollen wir? Prima Klima".

Rund 100 Menschen beteiligten sich am Nachmittag an einer weiteren Aktion auf dem Kuppenheimer Friedensplatz, zu deren Teilnahme die Bündnisse Fridays für Future und Parents for Future aufgerufen hatten.

Etwa 20.000 Teilnehmer in Freiburg

Zur voraussichtlich größten Veranstaltung in Baden-Württemberg kamen nach Schätzung der Polizei etwa 20.000 Menschen in Freiburg zusammen. Auch in Stuttgart und Karlsruhe fanden sich in den Innenstädten jeweils mehrere Tausend Menschen ein. Neben Jugendlichen nahmen auch viele Erwachsene an den Aufzügen teil. Mitarbeiter der Karlsruher Stadtverwaltung hatten die Möglichkeit, im Rahmen einer "verlängerten Mittagspause" an der Aktion teilzunehmen.

Großdemos in Berlin und Hamburg

Zu der großen Klimademo rund um das Brandenburger Tor in Berlin haben sich nach Angaben der Veranstalter 80.000 Menschen versammelt. Diese Zahl nannte eine Sprecherin des Bündnisses am Mittag auf einem Podium vor den Demonstranten. Später sprachen die Veranstalter von weitaus mehr Teilnehmern.

In Hamburg sind mindestens 45.000 Menschen dem Aufruf zum globalen Klimastreik gefolgt. Diese Schätzung gab die Polizei am Mittag bekannt. Aufgerufen hatte auch dort die die Jugendbewegung Fridays For Future. Unterstützt werden sie von Gewerkschaften, Kirchen, Umweltverbänden, Menschenrechts- und Friedensorganisationen.

Foto: Marvin Lauser

Ausführliche Berichte über die Klimastreiks erscheinen in der Samstagsausgabe sowie (um 4 Uhr) im E-Paper.

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