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Die Grünen und der Klimawandel
Die Grünen und der Klimawandel
22.09.2019 - 13:01 Uhr
Sindelfingen (bjhw) - Frank Mastiaux, der EnBW-Vorstandsvorsitzende, hat die Grünen aufgefordert, die Wirtschaft im Klimawandel stärker in die Pflicht zu nehmen und der Bevölkerung mehr Enthusiasmus zu vermitteln. Nie sei der Handlungsdruck so groß gewesen, sagte Mastiaux auf dem Jubiläumsparteitag der Grünen am Sonntag in Sindelfingen.

Die Partei bekomme "kraftvollen Rückenwind von der Jugend der Friday for Future-Bewegung, die mit allem Recht der Welt eine neue Herangehensweise fordert". Und diesen Rückenwind müssten die Grünen im 40. Jahr ihrer Geschichte nutzen, denn die Partei stehe auch "für den Willen und die Fähigkeit zur Veränderung".

Den Klimakompromiss der Bundesregierung kritisierte der Chef des drittgrößten deutschen Energieversorgers scharf, weil er "die Handschrift der Zögerlichkeit" trage. In Deutschland sei "der Sinn für die Verbindlichkeit klarer Einsparvorgaben ein stückweit verloren gegangen". Als Beispiel nannte er die Ziele bis 2020 für den CO2-Ausstoß, die verfehlt würden, "was schleichend als normal akzeptiert ist". Einzelne blockierten "wirkmächtig das Gemeinwohl". Auch deshalb laste auf den Schultern der Grünen viel Verantwortung.

Untersteller spricht von Blockaden

Der Parteitag debattiert ein umfangreiches klimapolitisches Konzept. Adrian Lächle von Fridays for Future setzte sich mit zahlreichen einzelnen Punkten auseinander. Er appellierte unter großem Beifall an die Grünen, die junge Generation nicht zu enttäuschen und nicht "beim Formulieren eigener Ziele schon an den Koalitionspartner zu denken". Auch Umweltminister Franz Untersteller befasste sich mit der CDU, sprach von Blockade und Verhinderung, etwa einer Bundesratsinitiative zum Ausbau der Erneuerbaren Energien: "Wir haben aber keine Zeit mehr vor solche Spielchen." Begleitet wurde der Parteitag von mehreren Protesten, unter anderem von Kritikern des Handelsabkommens CETA. Mit großer Mehrheit im Amt bestätigt ist das Führungsduo: Sandra Detzer bekam 200 von 220 Stimmen, Oliver Hildenbrand sogar 213 von 223.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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