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Kritik an Plänen für Anwohnerparkzone
Kritik an Plänen für Anwohnerparkzone
06.11.2019 - 07:47 Uhr
Von Franz Vollmer

Baden-Baden - Die geplante Ausweitung der Bewohnerparkzone in der Weststadt und im Ooswinkel bewegt weiter die Gemüter vor Ort. Inzwischen hat sich eine "Initiative im Ooswinkel" formiert.

Sie lehnt das von der Verwaltung favorisierte Trennprinzip (fein) ab und hält dagegen das Mischprinzip, wie bereits in der Fürstenbergallee realisiert, für die "bessere Lösung", wie es in einem Schreiben an die zuständigen Gremien der Stadtverwaltung heißt.

Die Initiatoren befürchten, dass durch die geplanten Maßnahmen "die jetzt schon angespannte Parksituation im Ooswinkel erheblich verschärft" würde und hat eine Unterschriftensammlung gestartet: Über 180 Unterzeichner im Bereich Kapellmattstraße/Hirschackerstraße (Zone 2) sowie 67 in der Schwarzwaldstraße (Zone 1) plädieren laut Schreiben für das Mischprinzip.

Beim Trennprinzip (fein) werden fest definierte Straßenbereiche aufgeteilt in Anwohnerparkplätze sowie kostenpflichtige und für Jedermann verfügbare Plätze. Beim Mischprinzip ist jeder Parkplatz für alle Nutzungsarten denkbar, die Plätze werden sowohl den Anwohnern als auch Kurzzeitparkern (mit Parkschein oder Parkscheibe) zeitgleich angeboten. Quantitativ ohne Frage ein Vorteil für Anwohner.

Anwohner beklagen fehlende Beteiligung

Für den Ooswinkel (Zone 2) sind laut Unterlagen aktuell rund 255 Pkw angemeldet. Laut Vorlage, über die in der Gemeinderatssitzung am 25. November abgestimmt wird, sind nur 84 Parkplätze für Anwohner ausgewiesen. Dagegen stünden rund 60 Parkplätze den Anwohnern werktags von 8 bis 19 Uhr nur noch mit Parkscheibe für drei Stunden zur Verfügung.

Für die Anwohner würden die geplanten Umgestaltungen somit eine "nicht akzeptable" Verschlechterung mit sich bringen, heißt es im Schreiben weiter. Die Initiatoren zeigen sich zudem überrascht von der fehlenden Einbindung in den Entscheidungsprozess. Dass die Anwohner nicht bereits zum Zeitpunkt der Planung informiert und gehört worden seien, finde man "irritierend und befremdlich". Zudem wird dafür plädiert, beide Zonen (1/2) zu einer einzigen Zone im Mischprinzip zusammenzufassen. Was auch die notwendige Beschilderung vereinfachen und Kosten reduzieren würde.

Foto: Holzmann

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