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Grubenunglück in Sachsen-Anhalt
Grubenunglück in Sachsen-Anhalt
08.11.2019 - 12:04 Uhr
Teutschenthal (dpa) - Nach einer Verpuffung in einer Bergbaugrube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt sind alle eingeschlossenen Menschen gerettet worden. Laut der Polizei sind sie wohlauf.

35 Personen waren zuvor in rund 700 Metern Tiefe unter Tage festgesessen. Sie befanden sich in Sicherungsräumen und wurden mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle am Freitag sagte.

Geplant war, die eingeschlossenen Menschen über den intakten Schacht an die Erdoberfläche gebracht werden.

Bei der Verpuffung in der Grube im Saalekreis sollen auch zwei Menschen verletzt worden sein. Grund war vermutlich ein explosives Gasgemisch, das sich gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zuvor hatte die «Mitteldeutsche Zeitung» berichtet.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis in die 1980er Jahre wurden dort Kali und Steinsalze abgebaut.

Für die Grube gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte der Abteilungsleiter Bergbau im Landesamt für Geologie und Bergwesen, Uwe Schaar, in Halle.

Foto: Sebastian Willnow/dpa

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