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Pisa-Studie: Unterschiede nach sozialem Status
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03.12.2019 - 12:10 Uhr
Stuttgart/Berlin (bjhw/dpa) – Seit der ersten Studie ihrer Art im Jahr 2000 ist Pisa in der Bundesrepublik mit dem Begriff "Schock" verbunden. Jetzt liegen für 2018 die Ergebnisse vor, und anders als damals schneiden die Schüler und Schülerinnen in Deutschland bei Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften über dem OECD-Durchschnitt ab.

Im Vergleich zu 2015 sinken die Werte allerdings. Das durchschnittliche Lesevermögen ist sogar auf das im internationalen Vergleich nicht berauschende Niveau von 2009 abgefallen: Mit 498 Punkten liegt Deutschland unter den insgesamt 79 teilnehmenden Ländern nur auf Platz 20.

Eisenmann stellt Zusammenhang mit Thema Zuwanderung her

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stellt in einer ersten Reaktion einen Zusammenhang mit den Thema Zuwanderung her. Dass Deutschland weiterhin stabil über dem Durchschnitt liegt, zeige, wie "wir erhebliche Verbesserungen beim Bildungserfolg von Kindern mit Zuwanderungshintergrund erreicht haben und dass es den Schulen gelingt, trotz der gestiegenen Heterogenität in den Klassen weiterhin gute Ergebnisse zu erzielen". Zudem verweist sie auf die Grundschulen und deren "Bemühungen" in den Schlüsselqualifikationen Lesen, Schreiben und Rechnen. Dafür gebe es vier zusätzliche Schulstunden für Deutsch und Mathematik und mehr Möglichkeiten in der Förderung.
Rund 5.500 Schüler an Pisa-Test teilgenommen
Alle drei Jahre werden die Kompetenzen von 15-jährigen Schülern in mehr als 70 Ländern geprüft. In Deutschland haben diesmal rund 5.500 Schüler und Schülerinnen teilgenommen. Unverändert augenfällig sind die Leistungsunterschiede nach sozialem Status. Jugendliche aus Familien ohne finanzielle Probleme haben in der Lesekompetenz einen Leistungsvorsprung von 113 Punkten, gegenüber 2009 steigt der Abstand sogar noch. Und er liegt deutlich über dem OECD-Schnitt von 89 Punkten.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Badischen Tagblatts und im E-Paper ab vier Uhr.

Symbolfoto: Heiko Wolfraum/dpa

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