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KSC: Strobl verteidigt Polizeieinsatz
KSC: Strobl verteidigt Polizeieinsatz
12.12.2019 - 11:16 Uhr
Stuttgart (lsw) - Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz beim Zweitliga-Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC hat Innenminister Thomas Strobl (CDU) das Vorgehen der Beamten energisch verteidigt. KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass Strobl den Polizeieinsatz verteidigt.

Es sei "eine total überzogene Aktion von der Polizei" gewesen, bekräftigte Kreuzer am Donnerstag. Das Verhalten der Polizei sei "entgegen der Absprachen" gewesen, sagte Kreuzer. "Das klingt fast so, als ob aus Willkür gesagt wurde, diese Gruppe aus Karlsruhe, die packen wir jetzt in einen Käfig und dort sollen sie ausharren und das Spiel nicht sehen", sagte der 54-Jährige: Er könne mit den Aussagen von Strobl "wenig anfangen", sie seien "befremdlich".

Strobl hatte zuvor am Rande einer Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag im Landtag das Vorgehen der Beamten energisch verteidigt. "Gewalt und Sachbeschädigungen gehen halt gar nicht, das ist die rote Linie. Und Gewalt gegen Polizeibeamte sowieso mal nicht. Das müssen alle auch begreifen", sagte der CDU-Politiker.

Vor dem 3:0 des VfB am 24. November in Stuttgart hatte die Polizei knapp 600 KSC-Fans festgesetzt. Grund für die Platzverweise war nach Polizeiangaben das Abbrennen von Pyrotechnik auf dem Weg vom Bahnhof in Untertürkheim zur Arena. Zudem seien Einsatzkräfte mit Pyrotechnik und Absperrmaterial beworfen worden.

Strobl spricht von "polizeilich sehr exakter Arbeit"

In der Gruppe seien zwar auch Personen gewesen, die nicht beteiligt waren an unmittelbaren Gewalt- und Straftaten, sagte Strobl. "Aber klar ist auch: Wenn du in so einer Gruppe bist, hast du ja locker die Möglichkeit, sich da davon auch zu entfernen." Strobl sprach von einer polizeilich sehr exakten Arbeit. Auf Videos sei klar zu erkennen, wie "chirurgisch scharf" die Polizei die Trennlinie gezogen habe zwischen den normalen Fans und der Gruppe, aus der die Gewalt gekommen sei.

Foto: Christoph Schmidt/dpa

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