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AfD-Demo vor SWR: Lautstarke Konfrontation
04.01.2020 - 17:02 Uhr
Von Stephanie Hölzle

Baden-Baden (red) - Laut und teils hitzig ist es am Samstagnachmittag auf dem kalten Fremersberg in Baden-Baden zugegangen. Dort hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple zu einer Demonstration vor dem SWR-Gebäude aufgerufen. Gekommen sind nicht nur seine Anhänger, sondern auch viele Gegendemonstranten.

Wie die Polizei vor Ort auf BT-Anfrage schätzte, trafen vor dem Sendegebäude rund 130 AfD-Parteigänger auf rund 350 Gegendemonstranten. Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot vor Ort war, trennte die beiden Gruppen unter anderem mit Absperrgittern voneinander.

Das war auch gut, denn phasenweise schlugen die Emotionen auf beiden Seiten hoch. Einsatzleiter Rainer Wörner zeigte sich besorgt. Die Lage sei "mit Sicherheit nicht entspannt", wie er gegenüber dem BT diplomatisch formulierte.

"Zusammen gegen den Faschismus", schallte den AfD-Anhängern von den Gegendemonstranten entgegen. Die konterten mit dem gleichen Spruch in Richtung Gegendemonstranten. "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda" schallte es über die Kreuzung. "Es gibt kein Recht auf linke Propaganda", kam es von der anderen Seite prompt zurück. Es wurde getrillert, gesungen, geschrien und geklappert - aber es blieb gewaltfrei.

Räpple hatte zu der Demonstration aufgerufen, um gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die generelle Erhebung von GEZ-Gebühren zu protestieren.

In seiner Ansprache klagte er die öffentlich-rechtlichen Anstalten an, die AfD - aber auch andere linke und rechte Gruppierungen - massiv und wissentlich in der Berichterstattung zu benachteiligen. Statt der Meinungsvielfalt zu dienen, wie es im Gesetz vorgesehen sei, betrieben die Sendeanstalten Meinungsmache. Er rief zum Widerstand gegen die "Meinungsmafia" auf - seine Zuhörer jubelten. Auch alle weiteren Redner der AfD bezogen entschlossen Stellung gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dessen Stellung im Staatsgefüge, forderten eine Abschaffung der GEZ-Gebühren und riefen zum Widerstand auf. Währenddessen hielten die Gegendemonstranten dauerhaft mit lautstarken Parolen dagegen.

Während der Demonstrationen war der Bereich rund um den SWR abgesperrt. Die Sperrungen am Augustaplatz hatten sich zwischenzeitlich erübrigt. Kurz vor 11.30 Uhr hatte die AfD das für dort angemeldete Treffen um 12 Uhr mit anschließenden Marsch zum SWR kurzfristig abgesagt.

Fotos: S. Hölzle/BT

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