Wie Rastatts jüngste Stadträtin ins südkoreanische TV kommt

Wie Rastatts jüngste Stadträtin ins südkoreanische TV kommt

Rastatt (fuv) - Wie kommt man als junge Rastatterin ins südkoreanische Fernsehen? Dank politischen Engagements. So jedenfalls gelangte die Plittersdorfer SPD-Stadträtin und Studentin Laura Bader ins asiatische TV.

Seit 2014 ist die 21-Jährige das jüngste Mitglied des Rastatter Gemeinderats. Im Februar 2016 wurde sie in einem SWR-Landesschaubeitrag zum Thema zukunftsorientiertes Rastatt interviewt. Südkorea feiert in diesem Jahre 70 Jahre Demokratie. Anlass für den südkoreanischen TV-Sender Korea Educational Broadcasting System, über junge Leute, die sich politisch engagieren, zu berichten, erzählt Bader. Und da die Entwicklung demokratischer Strukturen in der Bundesrepublik für die Südkoreaner wohl Vorbildcharakter hat, suchten die Fernsehmacher in Deutschland nach jungen, politisch engagierten Menschen.

Koreanisches TV-Team begleitet Rastatterin einen Tag lang

Einen solchen Menschen fanden sie via Google in Laura Bader; auch ein junger Bürgermeister wurde in dem insgesamt einstündigen Beitrag vorgestellt. In dem Suchportal stießen sie auf den SWR-Beitrag mit Bader und nahmen Kontakt zu ihr auf. Ein Team, bestehend aus zwei Kameramännern, Regieassistenten und einem Auslandskorrespondenten des koreanischen Senders, drehte zunächst den Uni-Alltag in Mannheim, wo die 21-Jährige Wirtschaftspädagogik studiert.

"Es war sehr aufregend und ein interessanter Tag. Die hatten beeindruckendes Equipment dabei", so die Stadträtin. Dann ging es mit dem Auto Richtung Rastatt. "Die Kamera lief eigentlich immer, die waren sehr spontan", blickt Bader zurück. Da wundert es nicht, dass auch die einstündige Fahrt von der Quadrate- in die Barockstadt von einem zweiten Fahrzeug aus gefilmt wurde.

Wie motiviert man junge Menschen, sich in der Politik zu engagieren?

In Rastatt folgten zunächst Aufnahmen in Plittersdorf mit den Eltern und in der Pagodenburg-Anlage. Im Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Katzmarek sprachen die Fernsehleute mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Katzmareks, schließlich wurde Bader im Ratssaal interviewt.

Mit der Verständigung habe es keinerlei Probleme gegeben, sie habe die Fragen des Teams ausschließlich auf Deutsch beantworten sollen, erzählt Bader. Wie motiviert man junge Menschen zu politischem Engagement, war die Kernfrage des Berichts. "Man muss mutig sein und etwas Selbstbewusstsein zeigen. Jede Meinung zählt", gibt Laura Bader den jungen Koreanern mit auf den Weg.

Foto: pr

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