Polizei überführt Einbrecher aus Albanien

Polizei überführt Einbrecher aus Albanien

Offenburg/Rastatt (lsw/red) - Nach einer Serie von Wohnungseinbrüchen am Oberrhein bei Rastatt, Offenburg und Freiburg sowie im benachbarten Frankreich hat die Polizei fünf mutmaßliche Mitglieder einer albanischen Diebesbande festgenommen.

Die aus Albanien stammenden Männer sitzen in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Offenburg mit. Gegen vier von ihnen sei bereits Anklage erhoben worden, sie müssten sich von Ende Juli an in Offenburg vor Gericht verantworten. Ein weiterer werde voraussichtlich in seinem Heimatland Albanien angeklagt.

60 Einbrüche allein in Deutschland

Den Männern werden rund 60 Einbrüche in Deutschland und 45 in Frankreich zur Last gelegt. Bei diesen Taten sei ein Schaden von rund einer halben Million Euro entstanden. Die Einbrecher seien mobil und europaweit aktiv gewesen. Insgesamt habe die Gruppe aus mehr als 40 Mitgliedern bestanden, es werde daher weiter ermittelt. Durch die Einbrüche entstand insgesamt ein Schaden von rund 500.000 Euro. Die Opfer leiden zum Teil unter schwerwiegenden psychischen Folgen der Tat.

Amtsgericht Rastatt verhängt Haftstrafe

Gestohlen worden seien Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände. Auf der Suche nach den Tätern habe die deutsche Polizei eng mit der Polizei in Frankreich und Albanien zusammengearbeitet, hieß es. Bei Durchsuchungen in Albanien seien Anfang Juli dieses Jahres schließlich zahlreiche Beweise gefunden worden, zudem habe die Polizei Diebesgut sichergestellt.

Begonnen hatte die Einbruchsserie in Deutschland den Angaben zufolge Anfang 2017. Damals war ein Mann albanischer Staatsangehörigkeit in Untersuchungshaft genommen worden. Er wurde bereits im Juni vergangenen Jahres durch das Amtsgericht Rastatt zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Ab dem 25. Juli muss er sich zudem auch für seine Taten in der Ortenau verantworten.

Foto: Polizei

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