Feldversuch für elektrische Lastwagen beginnt 2019

Feldversuch für elektrische Lastwagen beginnt 2019

Darmstadt/Gaggenau (dpa) - An der ersten deutschen Teststrecke für elektrisch betriebene Lastwagen gehen die Bauarbeiten zügig voran. Die rund 230 Masten für die Anlage stehen inzwischen an der Autobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt (A5). Auf dem "eWayBW" entlang der B462 im Murgtal laufen indes noch die Planungen.

Die Ausleger für die Fahrdrähte an jedem Mast sind sowohl in der Mitte der Autobahn schon montiert - als auch in Richtung Norden. In Fahrtrichtung Süden solle es mit dieser Installation in dieser Woche weiter gehen, sagte Projekt-Koordinator Achim Reusswig von der Verkehrsbehörde Hessen mobil in Darmstadt. "Wir sind komplett im Zeitplan." Ende November werde die Anlage für die fünf Kilometer lange Teststrecke in jede Richtung voraussichtlich betriebsbereit sein.

Der Feldversuch soll Anfang 2019 beginnen und dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Bundesrepublik zu erreichen. In Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg dauert es noch etwas länger.

In Schleswig-Holstein und auch für die Teststrecke im Südwesten, die Bundesstraße 462 zwischen Kuppenheim und Gernsbach im Murgtal, laufen dagegen noch die Planungen. Die Strecke soll in beide Fahrtrichtungen rund sechs Kilometer lang werden. Die Bauaufträge dafür sollen noch in diesem Jahr vergeben werden und die Oberleitungen dann 2019 aufgestellt werden, heißt es bei der Landesregierung.

Weniger Lärm und Schadstoffbelastung durch E-Lkw?

Auf der Strecke werden jedes Jahr mehr als 500.000 Tonnen Papier und Pappe transportiert. Im Rahmen des Projekts "eWayBW" würden Oberleitungs-Lastwagen dann mit dieser Last pro Jahr 250.000 Kilometer zurücklegen, so dass die Verantwortlichen mit belastbaren Ergebnissen rechnen.

Die Teststrecke hat noch zwei andere Vorteile: Anwohner beschweren sich regelmäßig über den Lärm der Lastwagen. Beim Einsatz von Elektro-Lastwagen könnten Lärm- und Schadstoffbelastungen gut untersucht werden. Auch ein Vergleich mit dem Güterverkehr wäre möglich, denn der Abschnitt verläuft parallel zu einer Bahnlinie.

Foto: dpa

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