Südwesten schwitzt weiter

Südwesten schwitzt weiter

Stuttgart (lsw) - Der Südwesten muss sich auf weitere Hitzetage einstellen. Zwar sollen am Samstag von Westen her einzelne Schauer und Gewitter aufkommen, richtige Abkühlung gebe es aber nicht, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Stuttgart mit. "Am Wochenende gehen die Temperaturen nur etwas zurück", sagte Meteorologe Marcel Schmid.

Zuvor heizt der Sommer Baden-Württemberg erneut ein: Am Oberrhein wurden am Freitag bis zu 35 Grad erwartet. Vereinzelt könne auf der Alb und im Schwarzwald ein Hitzegewitter aufziehen, sagte Schmid. Die bisher höchste Temperatur des Jahres in Baden Württemberg hatte es am Donnerstag in Mannheim mit 35,8 Grad gegeben.

Am Wochenende machen sich laut Wetterdienst vermehrt Quellwolken breit. Die Temperaturen sollen am Samstag auf Höchstwerte zwischen 30 Grad in Oberschwaben und bis zu 33 Grad an der Tauber steigen. "Dann ist auch die Chance auf Regen ein bisschen größer", sagte der Meteorologe. Bei Gewittern müsse vereinzelt auch mit Starkregen gerechnet werden, hieß es.

Zahl der Badtoten steigt

Neben den negativen Folgen der Trockenheit für Bauern und Flussschiffer sowie dem hohen Waldbrandrisiko gibt es eine weitere Gefahr der Hitze: Die Zahl der Badetoten steigt. In den ersten sieben Monaten des Jahres gab es in Baden-Württemberg 31 Badetote (Stichtag: 20. Juli), wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Freitag mitteilte. Bundesweit waren es insgesamt 279 Fälle, 37 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. In den ersten sieben Monaten 2017 waren 24 Menschen im Südwesten beim Baden gestorben.

Ausreichend Trinkwasservorräte Schwierigkeiten bei der Trinkwasserversorgung zeichnen sich indes nicht ab. Große Teile Baden-Württembergs werden aus dem Bodensee versorgt. Im Rheingraben, zum Beispiel in Karlsruhe, können die Wasserwerke auf große Grundwasservorkommen zurückgreifen. Es werde mehr Grundwasser durch Niederschläge gebildet als für die öffentliche Trinkwasserversorgung entnommen wird, teilte der Leiter der Trinkwassergewinnung bei den Stadtwerken, Matthias Maier, mit. "Wir sind hier am Oberrheingraben mit reichen Trinkwasservorräten beschenkt." Foto: dpa

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