Tödlicher Unfall in Gaggenau: Verdacht gegen 47-Jährigen erhärtet sich

Tödlicher Unfall in Gaggenau: Verdacht gegen 47-Jährigen erhärtet sich

Gaggenau (red) - Die Ermittlungen nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Abend des 13. Juli in der Gaggenauer Goethestraße erhärten den Verdacht, dass der 47 Jahre alte Halter des Unfallautos auch am Tatabend am Steuer saß. Das teilten die Baden-Badener Staatsanwaltschaft und die Polizei am Dienstag mit.

Eine endgültige Bewertung des Tatverdachts könne jedoch erst nach Abschluss aller Ermittlungen vorgenommen werden. Das Fahrzeug, das während des Unfalls hinter dem verursachenden Renault hergefahren sein soll, konnte zwischenzeitlich identifiziert werden. Die weiteren Ermittlungen hierzu dauern jedoch noch an, so die Polizei weiter.

Verlorenes Kennzeichen führt Ermittler zum Unfallfahrzeug

Bei dem tragischen Unfall vor rund einem Monat starben ein sieben Monate alter Junge im Kinderwagen und seine 54 Jahre alte Großmutter. Der Verursacher des Unfalls, der die beiden auf dem Gehweg erfasst hatte, war danach davon gefahren, ohne sich um die Opfer zu kümmern. Durch das Kennzeichen des Unfallautos, das am Tatort gefunden wurde, konnte die Polizei schnell den Halter ermitteln.

Tatverdächtiger schweigt

Der 47-jährige Tatverdächtige soll an dem Abend Alkohol getrunken haben. Wie viel, ob vor oder nach dem Unfall, ist nach wie vor nicht bekannt. Auch hierzu dauern die Ermittlungen der Polizei, der Staatsanwaltschaft und auch verschiedener Gutachter noch an. "Spekulationen über eine möglicherweise alkoholische Beeinträchtigung des Beschuldigten zur Unfallzeit verbieten sich daher", schreibt die Polizei.

Der 47-Jährige schweigt zu den Vorwürfen weiterhin. Bei Ermittlungen habe er jedoch Äußerungen gemacht, die möglicherweise beweisrechtlich relevant sein könnten, heißt es in der Pressemitteilung.

Foto: dpa

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