Verzweiflungstat: Mann rammt sich Messer in die Brust

Verzweiflungstat: Mann rammt sich Messer in die Brust

Karlsruhe (red) - Offenbar aus Verzweiflung darüber, dass seine Ehefrau sich von ihm scheiden lassen will, hat ein 64-Jähriger am Freitagabend in einer Wohnung in Durlach die Kontrolle über sich verloren. Er bedrohte zunächst seinen Stiefsohn mit einem Messer und verletzte sich dann mit diesem selbst. Der Mann wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Nach Polizeiangaben hatte der seit mehreren Jahren von seiner Ehefrau getrennt lebende Mann Freitagabend zunächst versucht, sich über den Balkon Zutritt in die Wohnung zu verschaffen. Die Frau verließ daraufhin die Wohnung und verständigte ihren 18-jährigen Sohn zur Unterstützung.

Dieser erschien kurz darauf mit seinem Freund in der Wohnung und öffnete die Balkontür, als ihn plötzlich sein Stiefvater ansprang, ihn in den Schwitzkasten nahm und ein Messer mit zwölf Zentimeter Klingenlänge an den Hals hielt. Der Bekannte konnte fliehen und die Polizei verständigen. Als die Beamten gewaltsam in die Wohnung drangen, ließ der Mann seinen Stiefsohn los und hielt sich das Messer selbst an den Brustkorb.

"Ich habe nichts zu verlieren"

Trotz eindringlicher Aufforderung der Polizei, das Messer fallenzulassen, konnten die Beamten den 64-Jährigen nicht zur Einsicht bewegen. Er habe nichts mehr zu verlieren, sagte er dem Polizeibericht zufolge zu den Einsatzkräften, ehe er sich das Messer selbst in die Brust stieß.

Der Familienvater kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Am Sonntagabend bestand nach Auskunft der behandelnden Ärzte keine Lebensgefahr mehr.

Symbolfoto: dpa

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