Weiter kühles Wasser am Reiherbrunnen

Weiter kühles Wasser am Reiherbrunnen

Baden-Baden (hez) - Aus dem beliebten Reiher-Thermalbrunnen in der Sophienstraße, der zu den gefragtesten Fotomotiven der Kurstadt gehört, wird wohl auch weiterhin nur recht kühles Thermalwasser plätschern. Dies erfuhr Stadtrat Rolf Pilarski (FDP) jetzt von der Stadtverwaltung.

Pilarski beklagt sich schon länger darüber, dass aus dem Schnabel des Reihers nicht das natürliche, heiße Thermalwasser zutage tritt. Dies werde, so sagte er, von der Verwaltung "wortlos toleriert". In einem Antwortschreiben betonte jetzt Bürgermeister Alexander Uhlig, dass die Stadt gegenüber der Bäder- und Kurverwaltung - dies sei das Ergebnis einer intensiven Recherche - keinen Anspruch darauf habe, die Abgabe des Thermalwassers an einem Brunnen in einer bestimmten Temperatur zu verlangen. Am Reiherbrunnen werde zwar 100-prozentiges Thermalwasser abgegeben, doch die erfolgte starke Reduzierung des Leitungsquerschnitts im Zuge der Vermeidung von Verkeimungen habe eine starke Abkühlung des Wassers zur Folge.

Warnschilder sind irreführend

Die Stadt, so Uhlig, setze sich dafür ein, die bisher aufgrund des Arsengehalts an den Thermalbrunnen angebrachten Warnschilder "Kein Trinkwasser" durch Hinweise über die Inhaltsstoffe zu ergänzen oder zu ersetzen.

Rolf Pilarski zeigt sich in seiner Antwort nicht sehr glücklich über die Informationen durch die Stadtverwaltung. Unter anderem argumentierte er, dass es eine Besonderheit des 110 Jahre alten Brunnens sei, zu allen Jahreszeiten heißes Thermalwasser auszugeben, um diese spezielle Attraktion seien die Bürger beraubt worden. Die Beschilderung "Kein Trinkwasser" sei zudem irreführend. Die Badeärzte hielten den Genuss des Wassers im vorgegebenen Rahmen für unbedenklich.

Foto: Zorn

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