Karlsruher Zoo im Wandel

Karlsruher Zoo im Wandel

Karlsruhe (red) - "Sie werden den Zoo in den nächsten Jahren nicht ohne Baustelle erleben", sagt Dr. Matthias Reinschmidt voraus. Und er weiß auch schon, wie die Baustellen während der Umgestaltung, vor allem aber die Anlagen nach deren Fertigstellungen aussehen werden.

Der Karlsruher Zoo befindet sich seit 2016 in einem grundlegenden Wandel. Bis 2026 soll ein ehrgeiziger Masterplan umgesetzt werden. Motor des Wandels ist Reinschmidt, für den der Masterplan kein Selbstzweck ist, sondern die Voraussetzung dafür, die Einrichtung fit für die Zukunft zu machen.

Es geht darum, artgerechte Lebensräume für die Tiere zu schaffen und diese für die Besucher auch erlebbar werden zu lassen. Im großen BT-Sommerinterview gibt er etwa einen Vorgeschmack darauf, was die Besucher in der künftigen Afrika-Savannen-Anlage erwartet: "Am Ende werden wir eine tolle Anlage mit Hochsteg haben, wo man Auge in Auge mit Giraffen ist, - mit erweitertem Wintergarten für die Giraffen. Das wird dann ein Tiererlebnis wie in Afrika - mit Zebras, Giraffen, Antilopen, Straußen und Perlhühnern auf einer gemeinsamen Anlage."

Zucht sollte mit Auswilderung verbunden sein

Der Karlsruher Zoo liegt mitten im Zentrum der Fächerstadt - und kann sich deshalb nicht ausdehnen. Wenn man den Tieren dennoch mehr Lebensraum bieten will, dann muss man die Haltung von Arten überdenken - und den Platz clever ausnutzen. Ein Beispiel dafür ist der Plan, die Außenanlage der Elefanten künftigen abends und nachts den Flusspferden als Auslauf zur Verfügung zu stellen.

Ein weiteres Anliegen ist für Reinschmidt der Artenschutz. Die Zuchterfolge von Zoos machen für ihn Sinn, wenn sie mit Auswilderungsprojekten verbunden werden.

Für all diese Vorhaben wird im Zoo eifrig gebaut. Die Besucher stört das wenig, ihre Zahl steigt kontinuierlich an. "Bei uns sieht man, dass was geht", freut sich der Direktor über die positive Resonanz.

Das komplette Sommerinterview gibt es in der Mittwochausgabe des BT und ab 4 Uhr im E-Paper.

Foto: Deible/Zoo Karlsruhe

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