Niederbühler klagen über mehr Bahnlärm

Niederbühler klagen über mehr Bahnlärm

Rastatt (sj) - Niederbühler Anlieger der Rheintalbahn beklagen eine Zunahme des Lärmpegels, seitdem die Betonplatte unter den Gleisen liegt, mit der die Havariestelle vor rund einem Jahr abgesichert wurde.

Wie berichtet, hatte dies beim Bürgergespräch vergangene Woche ein Betroffener geäußert. Ortsvorsteher Klaus Föry bestätigt: "Die Bewohner der Häuser direkt an den Gleisen sagen eindeutig, es ist lauter geworden." Im vorigen Herbst hatte die Bahn die havarierten Tunnel-Abschnitte mit einer 100 Meter langen Betonplatte überdecken lassen.

Schotter, der für Schalldämpfung sorgen soll, rutscht weg

"Eine Betonplatte wirkt wie eine Brücke und ist von der Reflektion her von vornherein lauter", sagt Eberhard Hohnecker, Lehrstuhlinhaber am Institut für Eisenbahnwesen des Karlsruher Instituts für Technologie in Karlsruhe, hierzu auf Anfrage. "Eine wirksame Schalldämpfung ist möglich bei einem Schotterauftrag von mindestens 50 Zentimetern", sagt er. Zudem rutsche durch die permanente Erschütterung der über die Trasse fahrenden Züge und der Reflektion vom harten Untergrund her "Schotter zur Seite hin weg". Es gebe an der Unfallstelle in Rastatt jedoch keine U-förmige Randbefestigung, die dem entgegen wirken könnte.

Bahn: Keine einheitliche Meinung über Lärmbelastung

Auf Nachfrage bei der Bahn sagt der Sprecher des DB-Geschäftsfelds Kommunikation Infrastruktur: "Zwischen Betonplatte und Unterkante Schwelle ist eine 30 Zentimeter starke Schotterschicht eingebracht worden." Die weitergehenden Fragen zur Schotterung auf der Betonplatte lässt er offen. Auch was die Zunahme der Lärmprobleme angeht, gibt es keine klare Aussage: Dazu gebe es "unterschiedliche Wahrnehmungen der Anlieger", so der Bahnsprecher. "In den Gesprächen, die die Bahn mit Anwohnern führe, hörten wir unterschiedliche Meinungen". Es gebe Anlieger, die sagen es sei lauter geworden, aber auch Anlieger, die behaupten es sei leiser geworden".

Archivfoto: Jehle

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