Trockenheit macht Tierwelt zu schaffen

Von der Altrheinbrücke bei Münchhausen im Elsass ist das Delta der Sauer gut zu überblicken. Foto:  Nestler

Münchhausen (nest) - Die dschungelartigen Wälder des zweitgrößten elsässischen Naturschutzgebiets "Delta de la Sauer" haben dieselben Probleme mit dem niedrigen Wasserstand wie die Altwasser bei Plittersdorf. Weite Teile des Zufluchtbereichs vieler Tierarten sind "trockengefallen".

Das 486 Hektar große Naturreservat zwischen Seltz und Münchhausen beinhaltet eine Vielfalt von Biotoptypen. Vor allem die Silberweidenbestände zählen zu den größten Europas, sie stehen bis zu sechs Monate im Jahr unter Wasser. Derzeit allerdings hat die im Sauerdelta gelegene Weichholzaue "Bois de Münchhausen" stark unter dem Niederschlagsmangel zu leiden. Wo sonst im Jahr weite Wasserflächen die Szenerie bestimmen, sind momentan ausgetrocknete Geländeflächen vorherrschend, die Sauer selbst ist ein schmales "Rinnsal". Besonders beeindruckend ist die Kernzone der Delta-Landschaft von der Altrheinbrücke bei Münchhausen zu überblicken, von wo aus auch viele Wasservögel bewundert werden können.

Was aber den Menschen Sorgen bereitet, erfreut die Möwen, die in den Pfützen und auf dem Trockenbereich einen reich gedeckten Nahrungstisch vorfinden. Die Vögel sind nämlich Allesfresser, verschmähen weder Krebstiere noch Fische und freuen sich genauso über Muscheln und Amphibien.

Foto: Nestler

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