Immer weniger Raser im Landkreis Rastatt

Mobile Messsysteme bieten die Möglichkeit, besser auf Anwohnerbeschwerden zu reagieren.  Foto: Landratsamt Rastatt

Rastatt (red) - Dort, wo kontrolliert wird, sinkt die Zahl der Verstöße. Der Landkreis Rastatt versucht, mit Kontrollen ein Umdenken herbeizuführen. Die Zahl der Temposünder hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Die Zahlen der Geschwindigkeitsmessungen belegen diese erfreuliche Tendenz. Wie die Pressestelle im Landratsamt mitteilt, erreichte die Beanstandungsquote im Jahr 2017 mit 7,3 Prozent einen historisch niedrigen Stand.

Während das langjährige Ziel, bei der Beanstandungsquote unter die Zehn-Prozent-Marke zu kommen, im Jahr 2016 bereits mit 9,2 Prozent unterschritten wurde, zeigt die Kurve inzwischen mit 7,3 Prozent im Vorjahr deutlich nach unten.

An 207 Messtagen und 420verschiedenen Stellen im Landkreis wurden insgesamt 266.753 Mal die Kameras der verschiedenen Varianten mobiler und semistationärer Anlagen ausgelöst. In 19.364 Fällen waren die Lenker zu schnell unterwegs.

Dass permanente Kontrollen einen Lerneffekt haben, zeigen nicht nur die Ergebnisse der Verkehrsüberwachung durch das Landratsamt an den verschiedenen Messstellen, sondern auch die Evaluation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Institut für Straßen- und Eisenbahnwesen, wie es in einer Mitteilung heißt. Dieses hat unter anderem im Landkreis Rastatt im Rahmen einer Abschlussarbeit unter der Leitung von Dr. Matthias Zimmermann die Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung in Bezug auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit analysiert und ausgewertet.

Untersuchungen werden fortgeführt

Laut der Zentralen Bußgeldstelle sollen 2019 im Rahmen des KIT-Forschungsvorhabens weitere Untersuchungen auch innerorts stattfinden und für die Zukunft dazu beitragen, dass mit einer effizienteren Geschwindigkeitsüberwachung die Verkehrsteilnehmer in ihrem Fehlverhalten positiv beeinflusst und somit Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeiten verhindert werden.

Laut der Polizei ist überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen und entscheidend für die Schwere der Unfallfolgen. Daher werden inzwischen auch mobile Überwachungsgeräte eingesetzt.

Die Zahlen zeigen demnach auch, dass gerade an Schulen und Kindergärten nach wie vor großer Überwachungsbedarf besteht. Dem will der Landkreis wieder mit einer Blitz-Aktion zum Schuljahresbeginn Rechnung tragen.

Foto: Landratsamt

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