Polizei sichert Schulwege

Baden-Baden (red) - Mit dem Beginn des neuen Schuljahres am Montag, sind wieder viele Schüler unterwegs, die noch wenig Erfahrung im Straßenverkehr haben. Die Polizei startet daher wieder ihre Aktion "Sicherer Schulweg". Das heißt, dass sie ein besonderes Augenmerk auf Strecken legt, die als Schulwege genutzt werden. 

Gleichzeitig teilte die Polizei am Freitagmorgen mit, dass die Schulwege in der Region keine lokalen Unfallschwerpunkte sind. Das leiten die Ordnungshütern aus Zahlen und Fakten ab, die sie daraus gewinnen, dass das gesamte Unfallgeschehn, das polizeilich erfasst und statistisch verarbeitet wird. Demnach verteilen sich die Vorkommnisse über den gesamten Bereich des auch für Mittelbaden zuständigen Polizeipräsidiums Offenburg. 

Nach diesen Zahlen ereigneten sich im vergangenen Schuljahr für diesen Zuständigkeitsbereich insgesamt 82 Schulwegsunfälle. Dies sind laut Polizei Unfälle, bei denen Schüler bis 17 Jahren, die aktiv am Straßenverkehr teilnahmen, auf dem Schulweg verletzt wurden. Dabei stellten die Beamten eine leichte Zunahme fest. 

Positive Ausnahme ist hier der Landkreis Rastatt. Hier hat sich die Anzahl der Schulwegsunfälle im Schuljahr 2017/2018 von 24 auf 15 reduziert im Vergleich zum vorangegangen Schuljahr. Im Stadtkreis Baden-Baden gab es in diesem Vergleichszeitraum eine Zunahme - von null auf fünf Vorkommnisse. Hohe Werte gab es vergleichsweise in Offenburg und Achern. 

Im vergangenen Schuljahr wurden demnach rund 48 Prozent der Unfälle von den Schülern selbst verursacht - 74 Prozent davon auf dem Fahrrad, 13 Prozent als Fußgänger, 13 Prozent auf motorisierten Fahrzeugen. In 39 Prozent der Fälle war ein Autofahrer der Unfallverursacher. Im gesamten Präsidiumsbereich stieg die Zahl der leichtverletzten Schüler von 58 auf 63, die der schwerverletzten sank von 18 auf 15. Glücklicherweise war kein Todesfall zu beklagen.

Bei der nun startenden Aktion achtet die Polizei laut Mitteilung vor allem auf
- die Sicherung von Kindern im Auto,
- die Einhaltung der Geschwindigkeit an Schulwegen
- das Verhalten von Autofahrern bezüglich öffentlicher Verkehrsmittel bzw. an Haltestellen und Fußgängerüberwegen
- die Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr
- die Sicherung und technische Ausstattung der Verkehrsmittel, mit denen die Schüler unterwegs sind.

Folgende Tipps gibt die Polizei
- den Schulweg im Vorhinein mit dem Kind üben (Achtung: der kürzeste Weg muss nicht der sicherste sein)
- es gibt Schulwegpläne der Schulen
- helle Kleidung und Reflektoren sichern das Kind
- bei Fahrten zur Schule das Kind ordnungsgemäß sichern und rund um die Schule, Bushaltestellen etc. besonders vorsichtig und langsam fahren; mit Fehlverhalten der Kinder rechnen; das Kind immer an der Gehwegseite aussteigen lassen; in Halteverbotszonen darf auch nicht nur kurz gestoppt werden, um das Kind aussteigen zu lassen.  

Symbolfoto: dpa

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