Anklage gegen fünf Drogenhändler erhoben

Anklage gegen fünf Drogenhändler erhoben

Baden-Baden/Durmersheim (red) - Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat Anklage wegen Handels mit 1.715 Kilogramm Marihuana und 9,2 Kilogramm Kokain gegen insgesamt fünf Männer vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden erhoben. Die Haupttäter befinden sich seit diesem Sommer in Untersuchungshaft.

Wie die Staatsanwaltschaft Baden-Baden am Donnerstag mitteilte, gingen den Festnahmen lange verdeckte Ermittlungen voraus. Einem 40-jährigen Albaner wird vorgeworfen, zwischen 2016 und 2018 insgesamt 1.350 Kilogramm Marihuana und sieben Kilogramm Kokain von Durmersheim aus weiterverkauft zu haben. Zusammen mit ihm wurde ein 39-jähriger Deutscher angeklagt, der ihm in mehreren Fällen bei den illegalen Geschäften geholfen haben soll.

Indoor-Plantage mit 560 Marihuana-Pflanzen

Ein weiteres Verfahren richtet sich gegen einen 30-jährigen Kosovaren, dem der Handel mit 276 Kilogramm Marihuana angelastet wird. "Bei seiner Verhaftung in Krefeld wurde auch eine Marihuana-Indooranlage mit 560 Marihuanapflanzen sichergestellt, insoweit ist bei der Staatsanwaltschaft Krefeld ein gesondertes Verfahren gegen diesen Mann anhängig", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft weiter.

Drogenhandel von Durmersheim aus organisiert

Ein mehrfach vorbestrafter 36-jähriger Algerier soll von Durmersheim aus insgesamt 38 Kilogramm Marihuana und 1,8 Kilogramm Kokain verkauft haben. Einem 55-jährigen massiv einschlägig vorbestraften Deutschen wird darüber hinaus der Handel mit 51 Kilogramm Marihuana und 440 Gramm Kokain sowie der Besitz einer Schusswaffe und Munitionen in Muggensturm vorgeworfen. Ein mazedonischer Kurier, der aus Österreich ausgeliefert wurde, wurde bereits rechtskräftig zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Verbindungen zu Rockerclubs

Die Haupttäter befinden sich seit Juni beziehungsweise Juli dieses Jahres in Untersuchungshaft und sind nur teilweise geständig. Durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Baden-Baden und des Landeskriminalamtes/Zollfahndungsamtes Stuttgart konnten Verbindungen zu deutschen und albanischen Rockerclubs und mutmaßliche weitere Rauschgiftgeschäfte anderer Personen im In- und Ausland aufgedeckt werden. Diese sind laut Staatsanwaltschaft Gegenstand gesonderter Verfahren.

Symbolfoto: dpa

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