Klimawandel im Blick

Klimawandel im Blick

Rastatt (as) - Energiemanagement und Klimaschutzkonzepte für die kreiseigenen Gebäude greifen, das verdeutlichen der Energie- und Klimaschutzbericht für das vergangene Jahr. So wurde das Ziel der jährlichen CO-Einsparung von 850 Tonnen gegenüber dem Jahr 2007 bereits Ende 2016 erreicht, wie aus den Berichten hervorgeht.

Ein Lob mit Sternchen gab es dafür vom Kreisausschuss für Umwelt, Bau und Planung. Positiv wirke sich vor allem die Umstellung auf hundert Prozent Ökostrom seit 2013 aus.

Deutlich wurde in den Daten für die 15 Kreisschulen, sieben Sporthallen, ein Kleinsthallenbad und drei Verwaltungsgebäude allerdings auch, dass das Einsparpotenzial langsam ausgeschöpft ist. Mit dem vorhandenen Personal (0,5 Stellen) seien nur noch kleine Schritte in Sachen Energiemanagement und Klimaschutz zu erwarten, hieß es im Ausschuss.

So denkt der Landkreis darüber nach, zusammen mit der Energieagentur Mittelbaden einen Klimaschutzmanager einzustellen, wie am Rande der Sitzung bekannt wurde. Dafür gibt es im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative derzeit Zuschüsse vom Bundesumweltministerium (65 Prozent in zwei Jahren). Aufgaben gebe es auf jeden Fall, meinte auch der Ausschuss.

Während die Grünen angesichts des erreichten Erfolgs gleich das Einsparpotenzial für CO heraufsetzen wollten, blickt die Kreisverwaltung eher mit Sorge auf die Auswirkungen des Klimawandels mit deutlich wärmeren Sommermonaten. "Die Klimatisierung von Schulen und Krankenhäusern wird mittelfristig ein Thema werden", sah Landrat Jürgen Bäuerle neue Aufgaben und Kosten auf den Landkreis zukommen.

Fortgeführt werden die bekannten Projekte: energetische Sanierungen, Optimierungen durch andere Heizungsregelungen oder -steuerungen sowie die Fortführung des Fifty-fifty-Projekts an den Kreisschulen, bei dem energiesparendes Verhalten in Form einer Rückvergütung belohnt wird. Des Weiteren will die Kreisverwaltung den Einbau von Fußboden oder Deckenstrahlheizungen in Sporthallen in den Blick nehmen. Strom- und Wasserverbräuche sind weitere Ansatzpunkte.

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