Großkontrolle von Polizei und VBK

Großkontrolle von Polizei und VBK

Karlsruhe (red) - Zum siebten Mal haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Polizei eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle im Tram- und Stadtbahnverkehr durchgeführt, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken und Straftaten vorzubeugen. Dabei wurden 210 Fahrer ohne Ticket erwischt. Daneben wurden Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz und ein Diebstahl festgestellt.

Mehr als 30 Einsatzkräfte der Polizei - uniformiert und in zivil - und 35 Fahrscheinprüfer waren am Freitagabend ab 20 Uhr im Einsatz, um im Innenstadtbereich zwischen Europaplatz, Hauptbahnhof und Kronenplatz Präsenz zu zeigen und ihre Kontrollmaßnahmen umzusetzen.

Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen

Im Rahmen der Großkontrolle unterstützten die Polizisten die VBK-Mitarbeiter bei der Feststellung von Personalien und verfolgten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in den öffentlichen Verkehrsmitteln und im Haltestellenbereich. Zudem führte die Polizei verstärkt Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durch.

Neun Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz

Die Einsatzbilanz untermauerte die Wirksamkeit der Schwerpunktkontrolle, die gegen 3 Uhr am Samstagmorgen endete: So stellte die Polizei unter anderem neun Delikte gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Außerdem musste die Polizei eine deutlich alkoholisierte Frau in Gewahrsam nehmen. Aufgeklärt werden konnte auch der Diebstahl eines Dekoartikels aus einem Karlsruher Hotel. In einigen Fällen konnte die Polizei Auseinandersetzungen zwischen Fahrgästen schlichten.

210 Ticketsünder angezeigt

Die VBK legten den Fokus darauf, durch die Kontrolle das sogenannte Erschleichen von Leistungen aufzudecken und zu ahnden. Insgesamt 210 Menschen ohne gültiges Fahrticket erwischten die Fahrscheinprüfer bis zum Ende der mehrstündigen Kontrolle und brachten die Fälle zur Anzeige.

Daneben hatte die VBK das Thema Sicherheit im Blick. Angesichts von mehr als 170 Millionen Fahrgästen, die im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbundes mit Bahnen und Bussen jedes Jahr unterwegs seien, sei die Zahl der Straftaten in den öffentlichen Verkehrsmitteln gering, sagte Mary Joyce, Leiterin des VBK-Fahrausweisprüfdienstes. Das liege auch an der Sicherheitstechnik, die in den Straßen- und Stadtbahnen verbaut sei. Alle Fahrgasträume sind mit Kameras ausgestattet, sodass die Polizei bei Vorfällen an meist schnell den Täter ermitteln kann.

Standposten im Innenstadtbereich eingerichtet

Um während der Schwerpunktkontrolle eine Beeinträchtigung des Fahrplantaktes zu vermeiden, hatte die Polizei im Innenstadtbereich Standposten eingerichtet, an denen Fahrgäste ohne gültiges Ticket gebeten wurden, die Bahnen zu verlassen um ihre Personalien aufnehmen zu können. Auch zukünftig wollen VBK und Polizei weitere gemeinsame Kontroll-Aktionen durchführen.

Foto: VBK

zurück