Teamviewer geht an die Börse

Teamviewer geht an die Börse

Göppingen (lsw) - Am Ende könnte das Unternehmen mehrere Milliarden Euro einnehmen: Am Mittwoch, 9 Uhr, wagt sich das Technologieunternehmen Teamviewer in Frankfurt am Main an die Börse.

Für den Hersteller von Software zur Computer-Fernwartung und für Videokonferenzen und vor allem für dessen Eigentümer, den Finanzinvestor Permira, könnte sich das lohnen: Wenn bis Dienstagabend alle angebotenen 84 Millionen Aktien zum Höchstpreis von 27,50 Euro weggegangen wären, würden sie 2,3 Milliarden Euro einnehmen. Das Interesse der Investoren ist dem Vernehmen nach sehr hoch. Wie wertvoll Teamviewer ist, dürfte sich aber erst zum Börsenschluss zeigen.

Damit wäre die Softwareschmiede aus dem schwäbischen Göppingen der größte Börsengang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase. Im Frühjahr 2000 hatte der früher zum Siemens-Konzern gehörende Chiphersteller Infineon rund sechs Milliarden Euro erlöst - kurz danach war der Börsenhype in Deutschland vorbei, und der sogenannte Neue Markt kollabierte. Zum Vergleich: Beim Börsengang des Start-up-Investors Rocket Internet 2014 betrug das Emissionsvolumen 1,6 Milliarden Euro.

Sebastian Gollnow

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