Neue Leitstelle startet erst im April 2020

Neue Leitstelle startet erst im April 2020

Rastatt (mak) - Laut Kreisbrandmeister Heiko Schäfer gestaltet sich der Aufbau der Integrierten Leistelle Mittelbaden aufwendiger als zunächst gedacht. Grund ist der Fachkräftemangel. Die Inbetriebnahme ist nicht wie geplant zum Jahreswechsel, sondern erst für den 1. April 2020 vorgesehen. Dann werden alle 112-Notrufe in Mittelbaden im Landratsamt einlaufen.

Bezüglich der Datenversorgung habe der Datenbestand im Einsatzleitsystem einen Füllgrad von über 80 Prozent erreicht. Ein neues, "organisationsübergreifendes Gefahrenabwehrstufenkonzept mit georeferenzierten Nachrückefolgen" befinde sich in der Erprobungsphase. Regionalkonferenzen mit Kommandanten und Vertretern der Hilfsorganisationen haben stattgefunden, das Konzept sei von den Teilnehmern bestätigt worden.

Viele Aufgaben bereits angepackt

Der Organisations- und Teamentwicklungsprozess der Mitarbeiter und des künftigen Leitungsteams habe begonnen, eine gemeinsame Dienstanweisung werde umgesetzt. Des Weiteren haben Schulungen begonnen.

In technischer Hinsicht seien Hard- und Software sowie Mobiliar für die bereichsübergreifende ILS Mittelbaden zu 60 Prozent beschafft. Das Konzept der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) habe man nach dem Stromausfall im März dieses Jahres überarbeitet und umgesetzt. Last- und Leistungstests sollen folgen. Die Telekom stelle aktuell die Anschlüsse auf IP-Technologie um, der Notruf 112 werde 2020 folgen.

Die Kosten für die Zusammenführung der Integrierten Rettungsleitstellen liegen bei rund 1,3 Millionen Euro.

Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa/Archiv

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