Störche geben Rätsel auf

Störche geben Rätsel auf

Rastatt (ema) - Gerhard Schwarz ist ein aufmerksamer Beobachter des Storchenlebens in Plittersdorf. In die Freude über die Zunahme der Population mischt sich bei dem früheren Ortsvorsteher aktuell Verwunderung. Kein einziger Storch überwintert in Plittersdorf.

Die Mutmaßung von Schwarz, dies könnte auf einen harten Winter hindeuten, kann Stefan Eisenbarth, ehrenamtlicher Weißstorchbetreuer der Vogelwarte Radolfzell und Naturschutzwart des Landkreises, nicht bestätigen. Er erinnert sich an manch harten Winter, dem Störche in Mittelbaden getrotzt hätten.

Keine Erklärung für frühe Abreise

Eine Erklärung, warum sich die Zugvögel seit Ende September komplett Richtung Spanien/Afrika davongemacht haben, hat aber auch Eisenbarth nicht parat. Er hofft aber, dass die Störche im Süden ausreichend Nahrung finden, um ab Februar wieder in Mittelbaden landen zu können.

Mehr als 2.500 Jungstörche in Südwesten gezählt

Begeistert ist Eisenbarth von der generellen Entwicklung: Im vergangenen Jahr wurden in Baden-Württemberg 1.197 frei fliegende Storchenbrutpaare gezählt sowie 2.528 Jungstörche. Zum Vergleich: In den 1970er Jahren waren im Südwesten fast keine Weißstörche mehr zu sehen. Schutzmaßnahmen haben also gewirkt.

Plittersdorf als Hochburg der Störche in Mittelbaden

Übrigens: Hochburg der Störche in Mittelbaden ist Plittersdorf. 19 Paare zählte Eisenbarth in diesem Jahr - unter anderem an der Ankerbrücke (siehe Foto).

Foto: Stefan Eisenbarth

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