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Ein Gerüst umhüllt "St. Beton"
Rund 500 000 Euro wird die Sanierung des Kirchengebäudes kosten. Die Gottesdienstbesucher sollen bei Kollekten ihr Scherflein dazu beitragen. Foto: pr
24.06.2017 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red/tom) - Ein ungewohnter Anblick bietet sich dieser Tage Verkehrsteilnehmern, die auf der Bismarck- und Waldstraße unterwegs sind. Seit Fronleichnam ist dort nicht nur das Helmut-Dahringer-Haus, sondern auch die 1968 in Dienst gestellte katholische Pfarrkirche St. Marien komplett mit einem Baugerüst umhüllt. Doch während die umfangreichen Arbeiten am und im Altenheim bereits seit längerer Zeit andauern, ist der Gerüstbau am Gotteshaus der Auftakt für umfangreiche Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, die in den nächsten Wochen und Monaten abgearbeitet werden. In Gaggenau wird die Kirche wegen ihrer Bauweise auch launig "St. Beton" genannt.

Im Mittelpunkt des Projekts steht dabei eine Erneuerung des Flachdachs. Gleichzeitig soll der unter Denkmalschutz stehende und von dem Karls-ruher Architekten Rainer Disse vor mehr als fünf Jahrzehnten geplante Sakralbau einen neuen Fassadenanstrich erhalten. Zuvor werden die Handwerker eine gründliche Betonsanierung vornehmen. Das vor wenigen Tagen aufgestellte Bau-gerüst wird zudem genutzt, um die Fensterscheiben in dem unterhalb des Daches angebrachten Oberlichtband zu erneuern. In gleicher Weise will man die den Altar dominierende und in der oberen Hälfte in einem warmen Rot gestaltete Lichtfuge reparieren.

Wie der ehrenamtlich tätige Baubeauftragte der Pfarrgemeinde St. Marien, Diplom-Ingenieur Dieter Groß, erläuterte, werden sich die Arbeiten nicht nur auf das eigentliche Kirchengebäude beschränken.

Glocken sollen leiser werden

Das Arbeitsprogramm beinhalte vielmehr auch für den frei stehenden Kirchturm eine Ertüchtigung der Betonfassade und einen neuen Anstrich. Ferner sei es notwendig, die Fenster der im Hauptturm vorhandenen Räume zu erneuern. Darüber hinaus wolle man einer Forderung des Glockeninspektors der Erzdiözese entsprechen. Durch Veränderungen am Glockenstuhl sollen die Lautstärke des Geläuts reduziert und der Klang der Glocken verbessert werden.

Die umfangreichen Arbeiten erfordern nach den Worten von Andreas Merkel, stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, ein erhebliches finanzielles Engagement der Kirchengemeinde. Nach Kostenschätzung des beauftragten Architekten werde mit Ausgaben von rund 475000 Euro gerechnet. Sie sollen durch eine Zuweisung der Erzdiözese, durch ein Darlehen und durch einen Eigenanteil der Pfarrei finanziert werden. Um die Eigenmittel zu stärken, will Pfarrer Tobias Merz künftig die Gottesdienstbesucher in regelmäßigen Abständen zu einer Baukollekte aufrufen. Nach Abschluss der Arbeiten ist die Pfarrkirche nach Einschätzung aller Beteiligten gut für das 50-jährigen Bestehen gerüstet, das im nächsten Jahr begangen werden kann.

Den ersten Gottesdienst in der neu errichteten Kirche feierte die Pfarrgemeinde an Ostern 1968. Die äußere Form des größten Kirchengebäudes in Gaggenau erinnert an die biblische Arche und das "Schiff der Kirche". Die Verwendung des rohen Betons als Baustoff ist eine für die 1960er Jahre typische Stilform, die nach Einschätzung des Landesdenkmalamts in St. Marien "eine Ausprägung auf hohem Niveau und eine höchst eigenständige Interpretation" gefunden hat.

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