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Wenn die weiße Kugel ins Tor knallt
In verschiedenen Disziplinen treten die Akteure an. 153 Teilnehmer werden dieses Jahr gezählt. Foto: Schrimpf
27.06.2017 - 00:00 Uhr
Von Ronja Schrimpf

Gaggenau - Ob auf dem Kindergeburtstag, am Stammtischabend in der Kneipe oder mit der Familie: Tischfußball kann jeder. Welche Tricks und Möglichkeiten aber in diesem Sport versteckt liegen, konnten Besucher am Wochenende in Sulzbach bei den Baden-Württembergischen Tischfußball-Meisterschaften entdecken.

Mit Schwung dreht sich der Griff. Das blaue Männchen schwingt vor und trifft. Der kleine Ball rollt über das Spielfeld. Ein lauter Knall, als der Ball ins Tor fliegt. Der Gewinner des Tischfußballspiels ist eine Runde weiter in den baden-württembergischen Meisterschaften und stellt sich der nächsten Herausforderung.

Bereits zum 15. Mal fanden nun die Baden-Württembergischen Tischfußball-Meisterschaften in Sulzbach statt. Die Akteure kommen aus ganz Deutschland und aus Europa: Neben Spielern aus Köln, Frankfurt oder Berlin sind auch Spieler aus Frankreich, Belgien, der Schweiz oder den Niederlanden vertreten. Sogar aus Ungarn und Polen waren in den vergangenen Jahren Teilnehmer dabei.

"Wir sind sehr zufrieden in Sulzbach", erklärt Mitorganisator Heinrich Opgenoorth: "Es ist sehr gemütlich hier und die Leute sind nett." Er spiele seit 20 Jahren Tischfußball, habe aber aufgrund der Organisation kaum Zeit zum Trainieren.

Ausgetragen werden die Meisterschaften vom gemeinnützigen Verein "Players4Players", der seit 2001 Turniere organisiert. "Wir machen etwa acht Turniere im Jahr und die Deutsche Meisterschaft am Ende des Jahres", erzählt Opgenoorth. Es war Vereinsmitglied Benjamin Herm aus Sulzbach, der eines der Turniere ins Murgtal gebracht hatte. Der Turnverein Sulzbach um Oliver Maier organisiert die Verpflegung, stellt die Halle bereit und hilft bei Auf- und Abbau.

Die Turniere sind in vier Spielklassen aufgeteilt: Neulinge, Amateure, Masters und Elite. Außerdem gibt es Einzel- und Doppel- sowie Damen- und Seniorenspiele. Insgesamt 14 Disziplinen umfasst das Turnier. Die Partien in den unterschiedlichen Disziplinen laufen dabei häufig parallel ab. Die meisten Spieler mit 116 Teilnehmern sind im offenen Doppel zu finden. "Die Königsdisziplin", erläutert Opgenoorth.

Dabei messen sich die besten Spieler, aber auch Neulinge dürfen es versuchen. Das sei auch eine der Besonderheiten des Tischfußballs: "Beim Tennis zum Beispiel bekommt man keine Chance, gegen die Top-Spieler anzutreten. Beim Tischfußball im offenen Doppel dürfen alle mitmachen." So hätte selbst ein absoluter Neuling die Chance, mal gegen einen "Profi" anzutreten. Auch wenn die Chancen für Neulinge und Amateure beim offenen Doppel gegen die erfahrenen Spieler eher gering sind.

Umso überraschender ist daher laut Opgenoorth, dass mit Thomas Haas und Cornelius Kniepert ein Amateur und ein Neuling diese Kategorie für sich entschieden und sich dabei gegen diverse Elitespieler durchgesetzt haben.

"Tischfußball ist ein Geschicklichkeitsspiel, das viel Spaß macht und jeder spielen kann bis ins Rentenalter", erzählt Opgenoorth: "Und es ist beeindruckend, was da alles möglich ist. Man wird ehrgeizig, das Spiel selbst auch so spielen zu können."

Dabei müsse man für einen Sieg beim Tischfußball-Turnier mit Freunden oder in der Kneipe gar nicht so viel trainieren. Laut Heinrich Opgenoorth reicht meist schon eine Stunde mit einem erfahrenen Spieler, um erste Tricks zu lernen oder natürlich einfache Grundlagen wie Ballkontrolle und Schusstechnik.

Aber nicht das Spiel allein sei das Besondere am Tischfußball. "Irgendwann kennt man die Leute, und das nicht nur aus Deutschland, sondern aus ganz Europa", erzählt Opgenoorth über die Turniere: "Es ist wie eine große Familie."

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