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Ortsnahe Wasserversorgung sichern
Die Sicherung der Wasserqualität ist Thema im Forbacher Gemeinderat - das Gremium stimmt dem Bau des Wasserwerks Schwarzenbach zu.  Foto: av / dpa
29.06.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Die Forbacher Wasserversorgung war erneut Thema des Gemeinderats. Rund 2,2 Millionen Euro sollen der erste Abschnitt der Sanierung der Fliegenlochquelle, der Neubau des Wasserwerks Schwarzenbach mit Entsäuerungs- und Ultrafiltrationsanlage sowie die Erneuerung der Druckunterbrecherschächte auf der Strecke Schwarzenbach bis zum Hochbehälter Lindenhalde kosten. Zuschüsse von rund 1350000 Euro sind beantragt, aber noch nicht bewilligt, berichtete Bürgermeisterin Katrin Buhrke.

Der Gemeinderat votierte in der Sitzung am Dienstag einstimmig für die Realisierung, vorbehaltlich der Zuschussbewilligung. Die Gewerke sollen ausgeschrieben werden. Ziel sei, so Thomas Weidenhammer vom beauftragen Stuttgarter Fachbüro RBS-Wave, die ortsnahe Wasserversorgung aufrecht zu erhalten und auf "sichere Beine" zu stellen. In der Vergangenheit sei es bei der Fliegenlochquelle zu Verunreinigungen und Eintrübungen gekommen. Dies sei aber kein alleiniges Forbacher Problem, sondern auch in anderen Murgtalgemeinden zu beobachten. Die Gründe dafür, so Weidenhammer, würden derzeit untersucht. Denkbar wäre die Konstellation der vorliegenden Gesteinsschichten oder der Klimawandel mit den periodisch auftretenden Starkregen, deren mit Trübstoffen belastete Wassermengen sich mit den tiefer liegenden Grundwasser mischten. Es gelte, das Wasser der Fliegenlochquelle dauerhaft aufzubreiten und so die gesetzlichen Voraussetzungen zu erfüllen.

Die Quelle ist die einzige Versorgung für den Kernort Forbach und Raumünzach. Als Sicherheit ist eine Möglichkeit zur Chlorung vorgesehen. Die Technik sei mobil und könne auch andernorts eingesetzt werden.

Die Verwaltung hat einen Antrag auf Baugenehmigung sowie den Zuschussantrag nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft gestellt. Die Baugenehmigung liegt vor. Die Maßnahme muss nach Vorgabe des Zuschussgebers noch in diesem Jahr beginnen.

In der Septembersitzung 2016 wurden die Pläne vorgestellt. 1988 habe er erstmals im Forbacher Gemeinderat über die Wasserversorgung referiert, erinnerte sich Weidenhammer damals. Allein aus der Fliegenlochquelle werden der Kernort Forbach und Raumünzach mit Trinkwasser versorgt. Vorgesehen ist ein neues Wasserwerk Schwarzenbach, das den alten Hochbehälter ersetzen soll. Dieser habe nur einen Ein-Kammer-Behälter. Im Reparaturfall müsse die Wasserversorgung unterbrochen werden, machte der Fachmann damals deutlich. Er präsentierte eine Variante mit zwei sogenannten "Aufbereitungsstraßen", die im Ernstfall eine weitere Wasserversorgung ermöglichen. Beim Neubau müsse parallel gearbeitet werden: Die neuen Anlagen werden errichtet, während die alten so lange in Betrieb bleiben, bis die Versorgung "umgehängt" werden kann.

Derzeit wird das Forbacher Trinkwasser gechlort, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Diese Chlorung werde so lange aufrechterhalten, bis das neue Wasserwerk in Betrieb sei, erläuterte die Bürgermeisterin.

Sabine Weiler, CDU-Fraktionsvorsitzende, sprach von einer immer noch hervorragenden Wasserqualität, die es auch ohne eine Chlorung künftig bereitzustellen gelte.

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