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Den Teamgedanken in der Satzung verankert
Den Teamgedanken in der Satzung verankert
03.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Es war eine der wichtigsten Jahreshauptversammlungen der Grokage in den vergangenen Jahren. Dies machte bereits die Zahl von 69 Teilnehmern deutlich. Der Verein hat gravierende Satzungsänderungen beschlossen. Am wichtigsten dabei ist der vollständige Verzicht auf die bisherige Position des Präsidenten und die daraus sich ergebenden organisatorischen Neuerungen. So gibt es nun den Posten des dritten Vorsitzenden. Er wird seit Freitag bekleidet von Steven Herzenstiel. Der 29-Jährige aus dem Männerballett ist insbesondere für die Förderung und Einbindung der Jugend wichtig.

Bislang oblag dem Präsidenten die künstlerische Leitung. Um die Gestaltung insbesondere der Sitzungsprogramme kümmert sich künftig ein Künstlerisches Team unter der Leitung von Gerd Pfrommer. Die Moderation der närrischen Sitzungen obliegt Francisco Palma Diaz. Gemeinsam mit Peter Mann wird er auch für das Gesamtkonzept der Fremdensitzung, das Bühnenbild und den Orden zuständig sein. Die Büttenredner und weiteren Bühnenakteure werden von Gerlinde Stolle und Peter Mann verantwortet. Für den Bereich Tanz ist Tamara Hertweck zuständig.

Er habe bei seinem Arbeitgeber nun eine Führungsposition, erläuterte Francisco Palma Diaz, deshalb wolle er nicht wie angedacht die Gesamtkoordination für das künstlerische Team übernehmen. Gerd Pfrommer ergänzte, er selbst habe sich "nicht um diesen Posten gerissen". Die "tolle Arbeit" in der Grokage könne aber auch nicht nur von dem Künstlerischen Team koordiniert werden: "Das klappt nur, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, aber ich bin da sehr optimistisch."

Die Grokage hat derzeit 410 Mitglieder (ein Fünftel davon unter 18). Mit Spannung erwartete die Versammlung den von Ehrenpräsident Freddy Bauer angekündigten Wortbeitrag. Er blickte auf das fastnachtliche Geschehen der vergangenen Saison: Die lange und intensive Vorbereitung für die Fremdensitzungen habe sich gelohnt. Auch die Montagssitzung im Rathaus sei toll gewesen. "Es war eine gute Kampagne und es war meine letzte", sagte Bauer. Denn der Vorstand wolle nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. Er selbst hingegen habe immer versucht, sich transparent und ehrlich einzubringen. "Ich möchte mich bei allen bedanken, die ehrlich mit mir zusammengearbeitet haben. Ich habe mehr als das halbe Leben für die Grokage gearbeitet", sagte Bauer. Er war 2007 bis 2015 Präsident. Sein Nachfolger Christoph Pesterle trat 2016 vom Amt zurück; als Ehrenpräsident hatte Bauer darauf hin noch einmal die Leitung der Kampagne übernommen.

Vorsitzender Hans-Wolfgang Paulusch wollte das Gesagte nicht unkommentiert hinnehmen. "Wir haben uns im Vorfeld mehrfach zusammengesetzt", betonte er; es habe auch Vorstandssitzungen mit Beteiligung von Bauer gegeben; dabei habe der ehemalige Präsident mehrfach gesagt: Ohne Amt werde er sich nicht engagieren. Das habe man akzeptiert. "Wir lassen uns nicht die Pistole auf die Brust setzen."

Vertrauensbeweis der Mitglieder

Künftig sind künstlerische Leitung und Jahreshauptversammlung nicht mehr Organe des Vereins, sondern geschäftsführender Vorstand und erweiterter Vorstand. Das Präsidentenamt sei immer in Verbindung gebracht worden mit Leitung und Moderation der Sitzung, erläuterte Paulusch. Man habe das intensiv diskutiert und den Beschluss im erweiterten Vorstand gefasst, das Präsidentenamt wegzulassen und sich neu aufzustellen.

Aus den Reihen der Mitglieder gab es keine Wortmeldungen zur Satzungsänderung. Bei der anschließenden geheimen Abstimmung wurde die notwendige Dreiviertelmehrheit mit 54 Ja- und sieben Neinstimmen deutlich überschritten.

Die Regularien konnten routinemäßig abgewickelt werden. Die Kassenprüfer Maik Schneider und Jürgen Echle hatten an der Arbeit von Kassiererin Petra Huck nichts zu beanstanden. Peter Eidam bat unter anderem um die Entlastung des Gesamtvorstandes. Diese wurde einstimmig erteilt. Vor den anstehenden Wahlen (geheime Abstimmung) hatte Freddy Bauer die Sitzung verlassen. Der Vorsitzende Paulusch wurde mit 55 Ja- und vier Neinstimmen wiedergewählt. Der zweite Vorsitzende Ralf Ebi erhielt 58 Ja- und eine Neinstimme. Weitere Ergebnisse: dritter Vorsitzender Steven Herzenstiel (51 Ja, vier Nein), Kassiererin Petra Huck 59 (Ja, keine Neinstimme), Schriftführerin Valerie Metzler (57 Ja, zwei Nein), Kassenprüfer Jürgen Echle (55 Ja, keine Nein) und Maik Schneider (57 Ja, eine Nein). Aus den Berichten der einzelnen Sparten ging hervor, dass die Grokage auf ein breites Spektrum an Aktivitäten blicken kann.

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