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"Hauptgang rückwärts"
Renato Manzi (rechts) und Michael Hopf stört es wenig, dass ihre Grill-Veranstaltung von der Hexenwiese weg verlegt werden musste.  Foto: Vogt
03.07.2017 - 00:00 Uhr
Forbach (kv) - Wer den spröden Charme der Mehrzweckfesthalle in Gausbach kennt, traute am Samstagabend kaum seinen Augen: Denn dort war innerhalb weniger Stunden mit fleißigen Händen und vielen kreativen Ideen eines schwäbisch-badischen Spontanteams das Interieur eines Gourmet-Tempels entstanden, der den ursprünglich vorgesehenen Veranstaltungsort auf jeden Fall das Wasser reichen konnte - und in Sachen Gemütlichkeit und Komfort die regennasse Ringwiese in den Schatten stellte.

Sterne- und Gourmetkoch Renato Manzi war dem Wettergott nicht böse, der das Grillevent auf der Gausbacher Hexenwiese so verregnet hatte: "Hier ist es doch etwas unkomplizierter für uns, das Menü vorzubereiten und anzurichten."

"Uns", das war Renato Manzi und sein Teamkollege aus der Fußball-Nationalmannschaft der Köche, Michael Hopf (sonst Küchendirektor im Marwell-Ressort, Hohenlohe) und eine Handvoll Gausbacher Männer, die nach kurzer Anweisung durch die beiden Profis hochkonzentriert und gekonnt beim Anrichten der 100 Teller halfen, auf die die neugierigen Gäste gespannt warteten. Auch die Bedienungen waren anfangs nervös, aber das war nicht nötig, denn in dieser Eventküche herrschte ein freundlicher Ton.

Vor der Festhalle waren noch zwei Sousköche an zwei großen Spezialgrills dabei, diese auf Betriebstemperatur zu bringen. Vater und Sohn Stefan vom Grillzentrum Baden-Baden lieferten nicht nur die "Hardware", sondern auch Know-how und schwangen im Auftrag von Manzi&Co. die Grillzangen. Denn während in der Festhalle schon die beiden ersten Gänge gekostet und angerichtet wurden, grillten die Entrecôte-Steaks für den Hauptgang "rückwärts" wie Renato Manzi erklärte: "Erst garen und dann eine leckere Kruste grillen." Und für den richtigen Geschmack wurden sie nach dem scharfen Angrillen mit einer würzigen, erstaunlich süßen Marinade (natürlich Geheimrezept von Manzis Mentor Harald Wohlfahrt) lackiert und bekamen dann zum Schluss noch einen kurzen Schönheitsschlaf im Smoker, um das Aroma gut aufnehmen zu können.

In den Pausen zwischen den Gängen drängten sich die Gäste um den Grill, um sich das Wirbeln der Köche nicht entgehen zu lassen. Und wie schmeckt's? "Super, noch besser als erwartet", das hörte man nicht nur einmal unter den frischen Birken im Festhallensaal, der wie eine Lichtung im Gausbacher Wald wirkte. Ortschaftsrat Björn Gaiser, der bei Ortsvorsteher Achim Rietz mit dieser außergewöhnlichen Event-Idee sofort auf offene Ohren gestoßen war, strahlte. Das Konzept und auch die Umsetzung waren nur möglich gewesen, weil viele Helfer "für umme" mit angepackt hatten - mitgenommen haben diese Helfer dafür nicht nur das eine oder andere "Versucherle" frisch aus des Meisters Hand, sondern auch tiefere Einblicke in das Zusammenspiel zwischen zwei Spitzenköchen und Abläufe der Eventgastronomie.

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