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Schauspiel und Latin-Musik
Mit szenischen Schauspieleinlagen und unterstützt durch Akkordeonmusik sorgen die drei Mitglieder von 'Fabula Sonata' für anspruchsvolle Unterhaltung.  Foto: Hegmann
04.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Obwohl das Haus Kast in Hörden überwiegend durch sein Museum mit den Themen Wasser, Holz und Leben bekannt ist, schafft es der Verein für Heimatgeschichte immer wieder, auch den Hof und das Backhaus für kulturelle Veranstaltungen im Freien einzubeziehen. Als Sommernacht mit gleichzeitig südländischem wie märchenhaftem Flair war die Kulturnacht mit dem Ensemble "Fabula Sonata" und der Band "Black Magic" am Samstag angekündigt worden.

Die Temperatur entsprachen zwar nicht ganz dem geografischen Vorbild, aber die Helferinnen und Helfer um das Vorstandsteam Bernd Kraft, Udo Schwaab und Wolfgang Strobel schafften es trotzdem, einen herrlichen Abend auf die Beine zu stellen. Das Publikum bestätigte zumindest durch seinen langanhaltenden Beifall nach den Auftritten der beiden Gruppen diese Meinung. Als es mal kurz von oben feucht wurde, rückte man einfach unter den beiden Zelten enger zusammen.

Immer wieder ging der Blick von Bernd Kraft nach oben, als die Band beim Soundcheck war und die ersten Gäste im Hof eintrudelten. Seine zuversichtliche Ausstrahlung überzeugte wohl die Wettermacher, und spätestens als "Black Magic" mit dem ersten Stück im Latin-Rhythmus den Abend eröffnete, machte sich gute Laune breit. Die Musiker Patrick Winzer am E-Bass, Michael Redling (E-Piano), Fabian Schirmaier (Drums), Markus Frietsch (Tenor- und Altsax) und die Sängerin Anne Tönsmann haben sich über diverse Big-Band-Engagements zusammengefunden und wohnen in einem Umkreis von rund 100 Kilometern. Sie beherrschen ihre Instrumente in diversen Genres von Jazz bis Rock und spielten bereits zum vierten Mal für das Haus Kast. Das hat seinen Ursprung auch mit in der Person ihres Leaders, Markus Frietsch, der aus Hörden stammt.

Auch die Mitglieder von "Fabula Sonata" kommen aus der regionalen Umgebung. Die Märchenerzählerin Uli Torzewski ist in Gaggenau aufgewachsen, der Akkordeonist André Thoma kommt aus Baden-Baden, der zweite Erzähler, Tommy Welsch, wohnt in Forbach. Er stammt aber, wie in privaten Gesprächen zu hören ist, aus dem "Spätzle-(mit Soß)-Land". Die drei verstehen es ausgezeichnet, in szenischen Schauspieleinlagen und mit Einspielungen von thematisch passenden Akkordeonklängen ihren Märchen und Fabeln Leben einzuhauchen. Egal, ob von einer Köchin, die ihre Ergebnisse am liebsten selbst isst, einer Katze, die wegen sich wiederholender Ereignisse zu einer interessanten Erkenntnis gelangt, oder den Zwillingsföten, die in der Gebärmutter über ein Leben nach der Geburt philosophieren - die Zuschauer verstehen immer den tieferen Sinn und bedanken sich mit langem Beifall.

Mond in nie erlebter Vergrößerung

Der Open-Air-Auftritt ist ebenso wie einige Erzählungen eine Premiere und wird durch den Hintergrund der Remise im Hof mit ihrer alten Backsteinwand optisch unterstützt. Für weitere Abwechslung sorgte Thomas Felgner von den Sternfreunden Durmersheim und Umgebung mit seinem riesigen Teleskop. Während den immer wieder auftauchenden Wolkenlücken nutzten viele Besucher die Chance, den Mond in einer nie erlebten Vergrößerung anzuschauen. Für das leibliche Wohl sorgten die vor Ort selbst gebackenen Schnecken aus Brotteig, die entweder mit Zwiebeln und Speck oder Pflaumen gefüllt wurden. Auch das Bauernbrot, frisch aus dem Backhäusle und mit einem dicken Belag aus Bibeleskäse versehen, sorgte für den richtigen Gaumenkitzel.

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