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Ansprechen von Schulkind aus Auto nicht bestätigt
Ansprechen von Schulkind aus Auto nicht bestätigt
05.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Murgtal - Für Unruhe in den sozialen Netzwerken sorgen derzeit Informationen über das Ansprechen von Grundschulkindern aus Autos heraus. In Weisenbach sei dies passiert, eine Mutter hat darüber die Polizei informiert. Die nachfolgenden Ermittlungen der Kriminalpolizei hätten ergeben, dass es keinen solchen Vorfall gegeben habe, erläuterte Karen Stürzel, die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Offenburg.

Gleichwohl wurde per Facebook ein Elternbrief der Johann-Belzer-Schule verbreitet, der sich auf die vermeintliche Situation bezieht. Konrektorin Elke Fanselau berichtet darin über den Vorfall und darüber, dass eine unbekannte Frau Fotos von Kindern gemacht haben soll. In dem Schreiben an die Eltern macht sie auf das richtige Verhalten in solchen Fällen aufmerksam.

Die Kinder seien für solche Situationen auf dem Schulweg sensibilisiert, da könne es aber auch zu falschen Einschätzungen kommen, erläuterte sie auf BT-Anfrage. Im Unterricht werde über das richtige Verhalten gesprochen.

Den Schilderungen des Kindes habe sie zunächst Glauben schenken und reagieren müssen und den Elternbrief verfasst. Ein Kind bekomme einfach Angst, wenn es aus einem Auto heraus angesprochen werde, so ihre Einschätzung.

Die Konrektorin kritisiert in diesem Zusammenhang, dass sich über Facebook Leute einmischten, die mit der Sache nichts zu tun hätten und darüber nicht Bescheid wüssten. Es sei "ganz schrecklich" was da passiere. Wie ein Lauffeuer habe sich die Nachricht verbreitet. Fanselau moniert, dass ein ihrer Ansicht nach internes Schreiben der Schule veröffentlicht wurde. Sie habe mittlerweile mit dem Rastatter Schulamt Kontakt aufgenommen, ob dies denn zulässig sei und wie künftig mit einer solchen Situation umgegangen werden könne.

Für das Kind und dessen Familie sei die jetzt entstandene Situation nicht einfach. Nach einem Gespräch mit der Mutter habe sie einen weiteren Brief formuliert, um die Umstände, wie es zu der Information der Polizei kam, darzustellen. Diesen wolle sie vor der Weitergabe an die Schuleltern zunächst auch von der Kripo prüfen lassen, erläuterte Fanselau.

Bereits in der vergangenen Woche war ein ähnlicher Fall bekanntgeworden. Im Umfeld der Merkurschule in Ottenau soll ein Mädchen von einem Unbekannten aufgefordert worden sein, in dessen Auto zu steigen.

Beunruhigte Eltern

Auch dieser Vorfall hatte sich nach den durchgeführten Ermittlungen nicht bestätigt (das BT berichtete). Gleichwohl sind Eltern in der Region beunruhigt. So ist mittlerweile zu beobachten, dass Kinder vermehrt zur Schule gebracht werden oder nur noch in Gruppen auf den Weg zum Unterricht geschickt werden.

Bei verdächtigen Beobachtungen rät die Polizei, sie sofort zu informieren. "Wir nehmen die Hinweise ernst und gehen diesen nach", bekräftigt Sprecherin Stürzel.

"Trotzdem kommt es leider in vielen Fällen vor, dass sich die Schilderungen im Nachhinein als frei erfunden herausstellen". Die Polizei bittet die Eltern, sensible Gespräche mit ihren Kindern zu führen, denn "alles was, zur Polizei kommt, wird als Echtfall ernst genommen." Nicht verifizierte Informationen können in den sozialen Netzwerken eine Eigendynamik entwickeln. Die Polizeisprecherin appelliert deshalb, "unsachgemäße Gerüchtebildung" zu vermeiden.

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